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  Bild: lvdesign77, iStock
Neun Stellschrauben

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Feintuning für ERP und MES

Text: Hermann Stehlik, Epicor
Veraltet, zu komplex oder nicht branchenspezifisch ausgerichtet – es gibt genügend Gründe, warum ein ERP-System nicht die erhoffte Unterstützung für die Fertigung liefert. Aber auch wenn das ERP keine grundsätzlichen Mängel hat, gibt es Stellschrauben, um das System weiter zu verbessern. Hier die neun wichtigsten.

Das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau ist schneller geworden. Innovationen müssen in kürzeren Frequenzen auf den Markt, was den Druck auf die Technik-getriebenen Unternehmen der Branche erhöht. Oft gilt ein ERP-System hier als geeignete Lösung, enttäuscht jedoch in der Praxis aufgrund mangelhafter Leistungsfähigkeit. Wo aber liegen die Stellschrauben eines ERP-Systems, das die Reaktionsfähigkeit eines Unternehmens maßgeblich beeinflusst? Laut den Praxiserfahrungen von Epicor sollten dafür nicht nur die Funktionen der Software betrachtet werden, sondern die zugrundeliegende Technik, das heißt die Art und Weise, wie Funktionen bereitgestellt werden. Neun grundlegende Aspekte können die Unternehmensprozesse beschleunigen:

1. Schnell unterwegs – Mobilität: Dies beginnt bereits im Vertrieb. Kundengespräche können schnell zu komplexen und fachspezifischen Diskussionen führen. Wer hier komplett auf das ERP zugreifen und kontextbasiert suchen kann, punktet mit konkreten Lösungsansätzen. Im Service profitieren Mitarbeiter vor Ort vom Zugriff auf Echtzeit-Lagerbestände und -Lieferzeiten. Mit Zugriff auf die Gesamtübersicht zu Kundendaten lassen sich Verhandlungen besser steuern. Aktuelle ERP-Lösungen bieten zudem mithilfe von Smartphone-Apps Unterstützung für alltägliche Routinen.

2. Schnell kommuniziert – Social ERP: Nicht nur, aber auch für Mitarbeiter unterwegs hilfreich sind im ERP integrierte Social-Media-Funktionen. Angelehnt an Twitter und Facebook vereinfachen integrierte soziale Plattformen den beschleunigten Austausch mit Kollegen, externen Experten, Zulieferern und Kunden. Wichtig ist dabei die Verknüpfung zu Unternehmensdaten. Eingebunden in die übergreifende IT-Sicherheit sollte das Social ERP über Web-Browser auch für Nicht-ERP-Anwender zugänglich sein.

3. Schnell informiert – Automatisierte Datenabfragen: Statt Informationen im ERP suchen zu müssen, sollten sie über automatisierte Suchabfragen einfach parat sein. Sind Abfragen oder sogenannte Business Activity Queries (BAQ) einfach zu erstellen, kann damit jeder ERP-Anwender ohne Hilfe der IT-Abteilung die individuell relevanten Vorgänge im Blick behalten, in Echtzeit nachverfolgen oder sich automatisch benachrichtigen lassen.

4. Schnell analysiert – Business Intelligence: Auf Basis des zentralen Datenmanagements im ERP ermöglicht integriertes Business Intelligence die Analyse von Echtzeitdaten aus allen Unternehmensbereichen. Dies beschleunigt den nötigen Einblick, um etwa den Wertbeitrag von Prozessen analysieren zu können, Schwachstellen aufzudecken und neue Erkenntnisse aus Abhängigkeiten zu gewinnen.

5. Schnell visualisiert – Dashboards: In direktem Zusammenhang mit BAQ stehen Dashboards, die Informationen ­anhand von Abfragen auf PCs, Tablets oder Smartphones visualisieren. Sie unterstützen die persönliche Produktivität, vereinfachen die Sicht auf Zusammenhänge und beschleunigen die Entscheidungsfindung.

6. Schnell verstanden – MES-ERP-Integration: Für Fertigungsunternehmen ist die Vernetzung der Produktion mit dem Unternehmensmanagement ein zentrales Anliegen, um übergreifend Verbesserungen zu planen, umzusetzen und zu überwachen. Wenn das ERP auf die enge Echtzeit-Integration mit MES vorbereitet ist, vereinfacht dies den technischen Aufwand und erlaubt es, strategische Ziele mit den Zwängen der Fertigung schneller in Einklang zu bringen.

7. Schnell angepasst – Service-orientierte Architektur: Aufgrund der Vielfalt der Geschäftsmodelle müssen ERP-Systeme auch nach der Erstinstallation einfach an individuelle Anforderungen angepasst werden können. Daher haben sich Service-orientierte Architekturen (SOA) durchgesetzt, da sie Geschäftsfunk­tionen als Service-Module abbilden, die nach Bedarf kombinierbar sind.

8. Schnell verarbeitet – Business Process Management (BPM): Ein hoher Automatisierungsgrad ist der Schlüssel zu schnellen Prozessen, doch nur wenn Prozesse sich schnell verändern lassen ist Automatismus ein Vorteil und wird nicht zum starren Korsett. Um dies zu gewährleisten erlauben es BPM-Funktionen, Workflows einfach über eine grafische Oberfläche zu gestalten und regelbasiert ablaufen zu lassen.

9. Schnell implementiert – flexible Betriebsmodelle: ERP-Lösungen sollten im eigenen Rechenzentrum, in der Cloud oder als Hosted-Service betrieben werden können und dabei stets ein einheitliches System bilden. Nur dann lassen sich auch dezentrale Standorte wirtschaftlich integrieren und Cloud-Strategien umsetzen.

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