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Das Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum am Standort der Pilz-Unternehmenszentrale in Ostfildern wird Stück für Stück in Betrieb genommen. Bild: Pilz
Platz für 390 Mitarbeiter

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Pilz eröffnet Produktions- und Logistikzentrum

Der Firmensitz des Automatisierungshersteller Pilz in Ostfildern hat Zuwachs bekommen. Ein Neubau mit einer Gesamtfläche von rund 13 500 m2 ist mit 20 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Familienunternehmens. Damit erweitert das Unternehmen seinen Stammsitz zum Pilz Campus.

Das Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum bietet 6900 m2 Fertigungsfläche, 4000 m2 Bürofläche und 2600 m2 Nebenflächen. Insgesamt 390 Mitarbeiter finden hier Platz. Durch den Umzug entspannt sich die beengte Lage im alten Gebäude, zudem rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum – bis zum Jahresende wird die Mitarbeiterzahl voraussichtlich erstmals über 2000 steigen. Bei den Büros achtete das Unternehmen auf ein angenehmes Arbeitsklima in allen Belangen: klimatisierte Räume inklusive Fußbodenheizung, ein Akustikkonzept mit Schallabsorbern sowie Raumteiler in transparenter Struktur. Auch die Ökologie kommt nicht zu kurz: Oberflächennahe Geothermie, effiziente Gebäudedämmung sowie Wärmerückgewinnung verringern den CO2-Ausstoß.

In der neuen Fertigungsstätte produziert Pilz Schaltgeräte, Steuerungen, Sensoren und Antriebstechnik für Sicherheit und Automation, zudem gibt es eigene Flächen für die Systemmontage. Zunehmend verlangen Kunden nicht nur Komponenten, sondern auch fertig montierte Komplettsysteme. War die bisherige Produktion auf drei Stockwerke verteilt, kann nun ein ebenerdiges, flexibles Fertigungs-Layout genutzt werden, das wesentlich effizienteres Produzieren ermöglicht und einen schnellen Waren- wie Informationsfluss sichert und damit die Durchlaufzeiten verkürzt.

Vernetzte Fertigung

Neben Produktion und Logistik sind alle produktionsnahen Abteilungen, darunter Produktionstechnik, Informationstechnik, Qualitätsmanagement und Einkauf, unter einem Dach vereint. „Dieses Miteinander ist für den Erfolg unseres Familienunternehmens wichtig“, erklärte Renate Pilz anlässlich der feierlichen Eröffnung vor rund 200 Gästen. In Zukunft gilt das noch mehr als jemals zuvor: Ganz im Sinne von Industrie 4.0 sind sowohl die Fertigung selbst als auch die vor- und nachgelagerten Prozesse miteinander vernetzt. Der bisher genutzte intelligente, RFID-unterstützte Werkstückträger kommt weiterhin zum Einsatz, bekommt aber zusätzliche Funktionen. Durch gezielte Sammlung und Verarbeitung von Maschinendaten die Fertigungssteuerung werden Störungen oder Stillstandszeiten vermieden. Arbeitsdokumente werden nicht mehr ausgedruckt, sondern in der Pilz Cloud gespeichert, um stets aktuell an Arbeitsplätzen und auch auf mobilen Endgeräten zur Verfügung zu stehen.

Weitere konkrete Ansätze zur Verbindung von IT und Produktion entstehen in der Pilz Denkfabrik 4.0: Experten aus IT und Produktionstechnik stehen dort Ressourcen für die Umsetzung von Industrie 4.0 bei Pilz zur Verfügung. Letztendlich ist die Fertigung sowohl Labor als auch Demonstrationsobjekt für diese Entwicklung. Das gilt nicht nur in Ostfildern. Die drei Produktionsstandorte – neben der schwäbischen Zentrale wird auch im französischen Betschdorf und im chinesischen Jintan gefertigt – sind alle mit der gleichen Ausstattung und gleichen Prozessen ausgestattet. Damit sichere Pilz zum einen eine gleichbleibend hohe Qualität, zum anderen können bei Bedarf Fertigungsaufträge jederzeit von einem Werk zu einem anderen kurzfristig verlagert werden, betonte Dirk Sonder, Senior Vice President Production anlässlich der Eröffnung.

Von Safety zu Security

Auch das Thema Sicherheit in der Industrie 4.0 soll in der neuen Organisation weiter vorangetrieben werden. Pilz als Botschafter der Sicherheit werde Verfahren entwickeln, die dazu beitragen, Vernetzung und Software sicher zu gestalten, kündigte Armin Glaser, Vice President Production Management, an. Pilz werde keine eigenen Produkte zum Thema IT-Security entwickeln. Aber man wolle die Erfahrungen aus der Safety, beispielsweise zur Entwicklung von Fehleranalysen und von Best Practices zur Fehlervermeidung auf diesen Bereich übertragen.

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