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Druckmessung mit Funk

Text: Michael Brosig, Jumo
Während drahtlose Technik im privaten Umfeld einen unaufhaltsamen Siegeszug antritt, gilt in vielen Industriebereichen immer noch das Kabel als Maß aller Dinge. Allerdings bieten drahtlose Lösungen bei einigen Messaufgaben Vorteile.

Nachdem eine drahtlose Lösung zur Übertragung von Temperaturmesswerten bereits seit Jahren auf dem Markt ist, lag es für den Mess- und Regeltechnikhersteller Jumo nahe, die Technik auch für die Messgröße Druck einzusetzen. So wurde der Wtrans p entwickelt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Wenn eine Kabelverlegung technisch zu aufwendig oder zu kostspielig ist, wenn hohe Anforderungen an Mobilität und Flexibilität gestellt werden oder wenn beim Nachrüsten der Aufwand möglichst gering gehalten werden soll, spricht das für eine kabellose Lösung.

Der Druckmessumformer sendet im Freifeld zuverlässig bis zu einer Reichweite von 300 m. Dabei wird auf das lizenzfreie 868,4MHZ-SRD-Band zurückgegriffen. Das Messgerät ist in Schutzart IP67 ausgeführt und gut vor Feuchtigkeit und Vibrationen geschützt. Senderseitig ist ein Einsatz in einem Temperaturbereich von –30 bis +85 °C möglich. Der Wtrans p erfasst Relativ- und Absolutdrücke von 250 mbar bis 600 bar. Als Sendeintervall können 500 Millisekunden bis einer Stunde  gewählt werden. Er ist programmierbar und wird über eine Setup-Software via Laptop konfiguriert. Prozessparameter lassen sich so auf weitere Geräte übertragen, sobald sie einmal ermittelt und gespeichert wurden.

Einsatzgebiete sind in der Kunststoffherstellung in Extrudern oder in Verpackungs-und Abfüllanlagen. Die Druckmessung ist an verschiedenen Stationen des Fertigungsprozesses schon durch die Größe der Anlagen ein Problem. Auch für stationären Anlagen oder im Gebäudemanagement ist der Einsatz von kabellosen Messgeräten sinnvoll. Ein drahtloser Druckmessumformer kann aber auch bei temporären Messungen wie sie bei Prozessoptimierungen, Pilotanlagen oder Wartungsaufgaben erforderlich sind, eine große Hilfe sein. Häufig steht der Aufwand für eine kabelgebundene Lösung hier in keiner Relation zum tatsächlichen Nutzen. Besonders kompliziert waren bisher auch Messungen an rotierenden, beweglichen oder nicht fest montierten Anlageteilen. So ist die Füllstandsmessung an mobilen Behältern oder die Druckmessung an Förder- und Transportanlagen oft mit einem großen installationstechnischen Aufwand verbunden.

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