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Der geheime Effizienz-Killer: Datensilos, die die Produktion ausbremsen.

Bild: Pixabay, DavidRockDesign

Probleme durch Datensilos Der geheime Killer der effizienten Fertigung

21.01.2020

Informationssilos sind zur Geißel der modernen Fertigung geworden. Sie schränken die Fähigkeit des Unternehmens ein, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen. Der Artikel wirft einen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen, die durch Datensilos entstehen, und wie diese Probleme angegangen werden können.

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Informationssilos entstehen durch getrennte Datenquellen und führen zu Ineffizienzen im gesamten Herstellungsprozess – von der Produktion bis hin zur gesamten Lieferkette. Es ist nichts falsch daran, für jede Abteilung eine spezielle Software zu verwenden. Aber wenn jede Abteilung von ihrem eigenen, in sich geschlossenen System wie ERP, MES, PLM oder CRM abhängt und diese sich nicht verbinden können, ist ein Echtzeit-Datenaustausch unmöglich.

Dieser Mangel an Konnektivität birgt das Risiko, Kunden und Umsätze verlieren. Kritische Daten werden in Informationssilos gespeichert, weshalb produzierende Unternehmen vorbeugende und direkte Maßnahmen ergreifen müssen. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen, die durch Datensilos verursacht werden, und wie man diese Probleme angeht.

Datensilo-Problem 1: Längere Lieferzeiten

Kurze Lieferzeiten sorgen für zufriedene Kunden. Wenn Daten nicht für Entscheidungen zur Verfügung stehen, behindern sie die tägliche Produktivität und die Kommunikation zwischen Beschaffung, Produktion und Vertrieb.

Häufig sind Fertigungsteams nicht in der Lage, Lieferzeiten zu verkürzen, Terminpläne in Echtzeit zu aktualisieren, Kunden korrekte Angebote zu unterbreiten oder genaue Liefertermine zu versprechen. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung für Aufbau und Pflege zuverlässiger Kunden-Hersteller-Beziehungen dar.

Da die heutigen Kunden eine pünktliche Lieferung und vollständige Transparenz über Produktions- und Versandprozesse verlangen, werden produzierende Unternehmen im Falle von fehlerhaften oder mangelnden Informationsflüssen immer weniger wettbewerbsfähig. Kunden können jederzeit abspringen, um Lieferzeiten zu verkürzen.

Datensilo-Problem 2: Sinkende Produktivität

Unternehmen, die von Kommunikationsverzögerungen geplagt sind, leiden ebenfalls unter einer geringeren Effizienz in der Produktion. Informationssilos verhindern die genaue Verfolgung der gesamten Anlageneffektivität (OEE).

Silos begrenzen die Bestandskontrolle und die genaue Kostenkalkulation in der Produktion, da sich die dafür notwendigen Daten in mehreren verschiedenen Quellen befinden. Dies wirkt sich auch auf die Fähigkeit der Predictive Maintenance (PM) aus, wenn es keine Möglichkeit gibt, die für PM notwendige komplexe Datenintegration durchzuführen.

Datensilo-Problem 3: Keine Echtzeit-Kommunikation mit Drittanbietern

Im heutigen Markt betreiben produzierende Unternehmen intelligente Fertigungsbetriebe und arbeiten in dynamischen Online-Wertschöpfungsketten und Produktionsnetzwerken zusammen. Produzierende Unternehmen aller Größen benötigen eine ständige Echtzeit-Konnektivität, nicht nur zwischen den Abteilungen innerhalb der Fertigung, sondern auch extern mit Lieferanten, Kunden und externen Logistikdienstleistern und -lieferanten.

Wenn Daten in isolierten Offline-Speichern gesammelt werden, ist eine Verbindung mit internen und externen Systemen in Echtzeit nicht möglich. Dies beeinträchtigt die End-to-End-Fertigungsprozesse und schränkt die Wertschöpfungsketten ein.

Lösung: Datengetriebene Organisation

Informationssilos innerhalb der Fertigung müssen aufgebrochen werden. Dafür benötigen produzierende Unternehmen Lösungen, die Daten aus dem gesamten Unternehmen (aus Systemen wie ERP, MES, PLM, CRM) und von den Maschinen in der Produktion in einer einzigen, einfach zu verwaltenden Plattform verbinden. Alle relevanten Daten, egal aus welcher Quelle, müssen integriert und auf Dashboards angezeigt werden, die für alle relevanten Teammitglieder leicht zugänglich sind.

Durch den Echtzeit-Informationsaustausch können Fertigungsprozesse optimiert werden. Wenn ein Kunde beispielsweise 1.000 „maßgeschneiderte“ Einheiten eines Produkts wünscht, können die Vertriebsteams alle relevanten Bestands-, Produktions- und Kalkulationsdaten einsehen und einen optimalen Preis sowie einen fixen Liefertermin festlegen. Der Auftrag kann dann nahtlos in das ERP-System eingegeben und für die Produktion eingeplant werden, sodass das Produktionsteam in der Lage ist, die Anforderungen des Kunden zu erfüllen.

Die vernetzte Fertigung mit freiem Informationsfluss ermöglicht ein optimales Management von OEE und Bestand, eine vorausschauende Wartung und eine vollständige Transparenz für Ihre Kunden. Silos gehören der Vergangenheit an, der Datenfluss ist frei und die Produktivität steigt, bestehende Kunden werden zufrieden gestellt und neue Kunden gewonnen.

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