Wasser ist ein nicht zu unterschätzender Zukunftsmarkt, insbesondere für Industrieländer.

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Zukunftsmarkt Wasser Wasserversorgung modernisieren

05.07.2016

Veraltete Infrastrukturen verlangen nicht nur von den Ländern des Südens, sondern auch den meisten Industrieländern dringende Investionen in Abwasser-, Trinkwasser- und sanitäre Anlagen.

Angesichts des globalen Investitionsbedarfes ist mit einem rasant wachsenden Markt für Wasser- und Abwasseranlagen zu rechnen, der auch der deutschen Industrie Absatzchancen bietet. So haben deutsche Anbieter von Wassertechnik im Ländervergleich langfristig große Chancen auf dem Weltmarkt, wenn sie auf integrierte Systemlösungen setzen. Für den Bericht wurden die Positionen deutscher Unternehmen im Zukunftsmarkt Wasser untersucht – ausgehend von den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Der UN nach soll der Anteil der Weltbevölkerung mit Zugang zu nachhaltigen Wasser- und Sanitärsystemen langfristig deutlich erhöht werden.

Die Abwasserwiederverwendung spielt dabei eine große Rolle. Der Markt für nachhaltige Wasserbedarfslösungen zeichnet sich aber nicht nur in Schwellen- und Entwicklungsländern ab, sondern auch in Europa. Denn die zunehmende Verstädterung, der demographische Wandel, globale Klimaveränderungen und steigende Energiepreise erfordern hier Anpassungen an die veralteten und kaum flexiblen Wasserinfrastrukturen, wenn die Wasserqualität gehalten werden soll. Es wird deshalb darauf ankommen, auf den konkreten Bedarf abgestimmte Systemlösungen im Wassersektor zu entwickeln.

Ein solches Konzept der integrierten Systemlösungen geht weit über die herkömmliche Kombination einzelner Komponenten hinaus: Mit dem Ziel einer ressourcenschonenden Bereitstellung von Wasser werden sie flexibel an die jeweiligen Nutzungsbedürfnisse, soziale Situationen und ökonomische wie ökologische Bedingungen angepasst. So wird zum Beispiel nicht für alle Zwecke Trinkwasser verwendet, sondern für unterschiedliche Bedarfe werden verschiedene Qualitäten aufbereiteten Wassers zur Verfügung gestellt. Beispiel Hotelanlagen: Hier lässt sich etwa das Grauwasser aus den Duschen für die Gartenbewässerung verwenden. Solarbetriebene Membranfilter können andernorts einwandfreies Frischwasser aus Abwasser herstellen, gleichzeitig können auf diese Weise landwirtschaftlich gut nutzbare Düngenährstoffe zurückgewonnen werden.

In dem Buch Wasser 2050 – Mehr Nachhaltigkeit durch Systemlösungen fassen die Autoren zentrale Ergebnisse aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundvorhaben Wasser 2050 unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zusammen. Zur Illustration dessen, was an nachhaltigen Lösungen im Wassersektor bereits möglich ist, stellen Fachleute aus der Wirtschaft und der Forschung einschlägige Beispiele aus anderen Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben (FuE-Vorhaben) des BMBF vor.

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