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Stillstandszeiten einfach reduzieren Vorsorge für Motoren

29.11.2018

Durch das Anbringen von smarten Sensoren an die Niederspannungsmotoren von Förderbändern überwacht ein Agrarunter­nehmen seine Produktion sehr einfach aus der Ferne. Die geringen Kosten für die Digitalisierung der Betriebsabläufe sind durch Vermeidung von Stillstandszeiten schnell amortisiert.

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Das Agrarunternehmen Olam International liefert Lebensmittel und Rohmaterial wie Nüsse, Getreide, Kaffee, Baumwolle und Gummi an mehr als 22.000 Kunden weltweit. Das Unternehmen setzt zahlreiche Motoren ein, um die Produkte auf Förderbändern und anderen Einrichtungen zu transportieren.

Olam hat in seinen 70 Werken weltweit etwa 30.000 Motoren im Einsatz. Allein in einer einzigen Produktionslinie in einem der Werke können mehrere 100 Motoren installiert sein. Die Motoren laufen häufig im Dauerbetrieb, so dass ihre Zuverlässigkeit und Leistung für eine reibungslose Produktion von entscheidender Bedeutung ist. Der hohe Nutzungsgrad kann zu Verschleiß führen und erfordert eine regelmäßige Wartung, um Ineffizienzen zu verhindern. Denn der Ausfall eines Motors kann die Produktion verlangsamen oder einen kostenintensiven außerplanmäßigen Stillstand verursachen.

Schluss mit manueller 
Überwachung

Bis vor kurzem musste ein Motor noch manuell überwacht werden, dies kostete Zeit und Geld. Olam setzte den ABB Ability Smart Sensor zunächst probeweise bei den Motoren in seiner Kakaofabrik in Singapur ein und anschließend in dem Molkereibetrieb in Malaysia. Danach wurden weitere dieser Sensoren in der Zuckerfabrik in Zentral-Java, Indonesien, installiert. In Asien hat das Unternehmen in nahezu 100 smarte Sensoren für die Produktionsanlagen investiert. „Olam weist Werksleitern den Weg, mit digitalen Technologien wie smarten Sensoren, Cloud Computing und vorausschauender Analyse eine optimale Produktion aufrechtzuerhalten“, sagte Sami Atiya, Leiter der Division Robotik und Antriebe des ABB-Konzerns. „Diese Technologien stellen sicher, dass die Produktionslinien kontinuierlich zuverlässig und sicher laufen und geplante wie auch außerplanmäßige Stillstandszeiten signifikant reduziert werden. Dies ist in der Nahrungs- und Genussmittel­industrie besonders wichtig, wo Hygiene von entscheidender Bedeutung ist und die Produktionsanlagen kontaminationsfrei sein müssen."

Monitoring über Internetportal oder Smartphone-App

Der ABB Ability Smart Sensor ist für den Nahrungs- und Genussmittelsektor ideal, um den Status der Motoren mit Hilfe einer Smartphone-App oder einem Internetportal kontinuierlich zu überwachen und zu überprüfen. Die Sensoren ermöglichen die Fernüberwachung der Motoren und somit die vorausschauende Wartung. Stillstandszeiten werden deutlich reduziert und die Lebensdauer der Anlage verlängert. Für eine bequeme Inbetriebnahme und Verwendung werden die Geräte einfach am Motor angebracht, ohne dass eine Verdrahtung oder Bearbeitung erforderlich ist. „Was mir an diesem Sensor am besten gefällt, ist seine Einfachheit. Er kann an jedem Motortyp angebracht werden, und die Daten werden per Blue­tooth übermittelt. Die Kosten sind gering, so dass die Sensoren auch in großer Stückzahl eingesetzt werden können“, sagte Ravi Yadav, Vice President and Regional Engineering Head Asia Pacific bei Olam International. Durch die Einsparungen, die sich durch die Verhinderung auch nur eines Motor­ausfalls ergaben, haben sich bei Olam
bereits die Kosten für die Installation der smarten Sensoren an einigen Motoren in den verschiedenen Werken amortisiert.

Als die Sensoren in dem Molkereibetrieb von Olam in Malaysia installiert wurden, hat einer von ihnen ein Problem erkannt und gemeldet, dass ein Motor stärkere Vibrationen als normal aufweist. Der Sensor übermittelte Daten, aus denen hervorging, dass das Vibrationsniveau in der Alarmzone liegt und bald den Grenzwert erreicht. Auf Basis dieser Daten führte Olam reibungslos einen Austausch des gestörten Motors durch. Der Sensor wurde an dem neu installierten Motor angebracht, der normale Vibrationswerte aufzeigte.

„In unseren Werken ist man glücklich darüber, die bisherige Methode durch die digitale Fernüberwachung zu ersetzen, denn auf diese Weise kann eine Abschaltung besser vermieden und so die Zuverlässigkeit der Anlage erhöht werden“, sagte Yadav und ergänzte: „Das erwartete Ergebnis hat den Anpassungsprozess einfach gemacht.“

Bildergalerie

  • Der Smart Sensor von ABB überzeugt durch einfache Usability: Befestigung am Motor und sofortiger Start des Monitorings.

    Bild: ABB

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