Die Non-Seal-Pumpen verfügen über einen gekapselten und leckagefreien Aufbau, bei dem sich der Motor im Inneren des druckfesten Statorgehäuses befindet.

Bild: Lewa

Für extreme Einsätze zertifiziert Verkauf spezieller Spaltrohrpumpen gestartet

24.01.2019

Bereits seit Juli 2016 übernimmt ein Pumpenspezialist aus Leonberg sukzessive den globalen Vertrieb der Spaltrohrpumpen des japanischen Mutterkonzerns Nikkiso. Um dabei die Anforderungen des europäischen Marktes noch besser erfüllen zu können, sind die Spaltrohrmotorpumpen der Marke Non-Seal ab Januar 2019 auch gemäß DIN EN ISO 2858 verfügbar.

In einem ersten Schritt werden die vier Baugrößen 25-160, 32-125, 40-200 und 50-200 eingeführt. Im Februar 2019 folgen weitere vier Modelle, bis Ende des dritten Quartals 2019 sollen insgesamt zwölf Pumpengrößen verfügbar sein.

Die kompakten und schwingungsarmen Nikkiso-Pumpen werden hauptsächlich für Transfer- und Zirkulationsaufgaben leicht entflammbarer, explosiver oder toxischer Fluide in der chemischen sowie petrochemischen Industrie eingesetzt. Sie erfüllen daher alle Vorgaben der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und können kundenspezifisch angepasst werden. Außerdem sind Modelle gemäß API-685-Norm verfügbar.

Risiken für Mitarbeiter und Umwelt minimieren

„Durch über 60 Jahre Erfahrung in der Herstellung und Weiterentwicklung von Non-Seal-Spaltrohrmotorpumpen ist Nikkiso in der Lage, Betreibern chemischer und petrochemischer Anlagen eine zuverlässige Alternative zu Standardkreiselpumpen anzubieten, um leicht entzündliche und toxische Fluide sicher zu fördern“, berichtet Kazim Konus, Produktmanager bei Lewa. Dies wird durch den gekapselten und leckagefreien Aufbau der Pumpe ermöglicht, bei dem sich der Motor im Inneren des druckfesten Statorgehäuses, bestehend aus Statorauskleidung und -band, befindet. Dadurch können alle Modelle ohne schadenanfällige Gleitringdichtungen ausgeführt werden, was sowohl unmittelbare als auch langfristige Gefahrenrisiken für die Mitarbeiter und die Umwelt minimieren soll.

Durch die besondere Bauweise der Pumpe wird ein Teilstrom des geförderten Mediums in den Motorraum geführt und dient dort zur Schmierung der Lager. Gleichzeitig wird es zur Kühlung des Motors verwendet. „Um die Pumpen auf die Eigenschaften des jeweils geförderten Prozessmediums perfekt abstimmen zu können, werden die eingebauten Gleitlager in verschiedenen Werkstoffen ausgeführt“, erklärt Konus. „Die Palette reicht dabei von Kohlenstoffgraphit über PTFE und Siliziumkarbid bis hin zu einem Mischgefüge aus Kohlenstoff und Siliziumkarbid, welches einen besonderen Verschleißschutz gewährleistet.“

Zertifizierungen für extreme Einsatzbedingungen

Um den hohen Belastungen in Raffinerien der chemischen sowie in der petrochemischen Industrie dauerhaft standzuhalten, sind alle Non-Seal-Spaltrohrmotorpumpenmodelle nach ATEX 2014/34/EU zertifiziert und können auch gemäß API 685 ausgeführt werden. „Mit der zusätzlichen Umsetzung der Vorgaben der DIN EN ISO 2858 erfüllen wir die Forderungen der Anlagenbetreiber nach genormten und leicht austauschbaren Pumpen. Die neuen Baureihen ermöglichen den Austausch vorhandener Standardkreiselpumpen mit Gleitringdichtung, um die Anlagensicherheit und Zuverlässigkeit der Aggregate ohne Modifikation der Rohrleitungsisometrien zu erhöhen“, so Konus.

Die vier Modelle, die seit Januar 2019 am europäischen Markt verfügbar sind, verfügen über eine maximale Antriebsleistung von 27,5 kW bei einer maximalen Fördermenge von 80 m3/h und einer maximalen Förderhöhe von 90 m. Zusätzlich werden die Norm-Nennleistungen eingehalten, bei denen verschiedene Volumenströme – unter Berücksichtigung der Nennweite von Saug- und Druckstutzen – je einer bestimmten Förderhöhe zugeordnet werden.

Überwachung durch E-Monitor

Zur Verbesserung der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit werden alle Non-Seal-Spaltrohrmotorpumpen mit dem von Nikkiso entwickelten E-Monitor ausgestattet. Dabei handelt es sich um das nach eigenen Aussagen fortschrittlichste Überwachungssystem seiner Art für Pumpen im Hochdruck- und Hochtemperatureinsatz. „Durch den E-Monitor werden die Lagerzustände der Nikkiso-Non-Seal Pumpen permanent kontrolliert, um Abweichungen vom Normalzustand zu erkennen“, beschreibt Konus. „Dies erfolgt im laufenden Betrieb durch die Überwachung der radialen und axialen Position der Rotorbaugruppe mit Hilfe von im Stator integrierten Sensoren.“

Im Falle eines zunehmenden Lagerverschleißes registrieren die entsprechenden Sensoren diese Abweichungen und zeigen den Zustand des Lagers über ein Display mit Ampelsystem an, so Konus weiter. Auf diese Weise kann der Verschleiß frühzeitig erkannt und die notwendige Wartung besser eingeplant werden.

Remote-Zugriff und einfache Montage möglich

Für eine umfassendere Überwachung kann der E-Monitor des Weiteren mit einer Remote-Funktion oder einem analogen Ausgangssignal ausgestattet werden. Das beinhaltet eine Fernanzeige des Lagerzustands einschließlich Alarmierung und Notabschaltung.

Sämtliche Modelle der Spaltrohrmotorpumpen sind aufgrund ihres modularen Aufbaus einfach zu montieren und zu warten; weder Ausgleichsscheiben noch Spieleinstellungen sind notwendig. Konus zeigt sich zufrieden: „Mit der Einführung der neuen Modelle gemäß DIN EN ISO 2858 bieten wir den Kunden und Betreibern eine sichere und wirtschaftliche Pumpenlösung mit einem echten Mehrwert in Bezug auf den Total Cost of Ownership für die Anlage.“

Bildergalerie

  • Zur Verbesserung der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit werden alle Non-Seal-Spaltrohrmotorpumpen mit dem E-Monitor ausgestattet.

    Bild: Lewa

  • Über ein Ampelsystem zeigt ein Display Abweichungen und Informationen zum Zustand des Lagers an.

    Bild: Lewa

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