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Gentechnik in Lebensmitteln Scheitert Bayer-Monsanto am Brexit?

30.06.2016

Welche Folgen der Brexit für ihren Deal haben kann, erkennen gerade Bayer und Monsanto. Im schlimmsten Fall könnte der Austritt der Briten aus der EU die Übernahme gefährden.

Vor einigen Wochen sorgte die Meldung, dass Bayer Monsanto übernehmen will, für viel Aufregung in der Branche. Inzwischen pokern die beiden Unternehmen um den Preis. Monsanto hat zwischenzeitlich laut Handelsblatt eine Erhöhung um 10 bis 15 Dollar je Aktie gefordert, was einem Übernahmepreis von 67 bis 69 Milliarden Dollar entsprechen würde. Selbst die von Bayer gebotenen rund 62 Milliarden Euro wären schon der bislang größte Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland.

Dabei bringt der geplante Brexit und die daraus resultierende geänderte Situation Komplikationen mit sich. Denn ob die Großinvestoren, die bisher Interesse gezeigt haben, nach dem Brexit auch weiterhin zur Verfügung stehen, ist unklar. Allzu viel Zeit haben die Unternehmen nicht für eine Einigung, doch immerhin liegt der von Bayer gebotene Preis von 122 Dollar je Aktie ein gutes Stück über dem aktuellen Kurs, der die Bewertung von Monsanto widerspiegelt.

Unterdessen hat laut Medieninformationen der amerikanische Landwirtschaftsverband angekündigt, keine Einwände gegen die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zu haben, vorausgesetzt, die Forschungsbudgets blieben auf dem gewohnt hohen Niveau von rund 10 Prozent des Umsatzes. Jährlich fließen so rund 1,5 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung.

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