2G Energy rechnet mittelfristig mit einem Umsatzpotential zwischen 40 und 60 Millionen Euro jährlich.

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Umsatzpotential steigern Hälfte des Strombedarfs mit Gaskraftwerken decken

18.10.2018

Der Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen 2G Energy setzt seine Expansion im nordamerikanischen Markt fort und eröffnet Büros in den USA und Kanada.

Bereits 2009 wurden erste Schritte auf diesem Markt mit einer Vertriebs- und Serviceniederlassung getätigt, seit 2012 besteht in St. Augustine in Florida zudem eine eigene Produktionsstätte.

Für eine Stärkung der Marktpositionierung und zur engeren Betreuung von Kunden und Partnern wurden nun zwei neue Büros in den Bundesstaaten Maryland (USA) und Ontario (Kanada) eröffnet, für die jeweils langjährige BHKW-Experten mit Markt- und Produkt- Know-how gewonnen werden konnten.

Umsatzpotential zwischen 40 und 60 Millionen Euro

Das Unternehmen hat eine dezentrale Ausrichtung in den Bereichen Vertrieb, Service und After Sales. Der nordamerikanische Markt ist neben Frankreich und Japan einer der zurzeit umsatzstärksten Auslandsmärkte, 2G rechnet auf Grundlage dessen mittelfristig mit einem Umsatzpotential zwischen 40 und 60 Millionen Euro jährlich. Aktuell werden in Nordamerika insbesondere Erdgas betriebene KWK-Anlagen nachgefragt, da der für die Wirtschaftlichkeit einer Investition in ein BHKW entscheidende Spark Spread, also die Differenz zwischen Gas- und Strompreis, in einigen Regionen der USA besonders hoch ist. Seit 2007 ist die Gasproduktion in den USA um 40 Prozent gestiegen und im gleichen Zeitraum ist der Gaspreis um zwei Drittel gesunken. Laut einer Prognose des Institutes IHS-Markit werden die USA bis 2040 die Hälfte ihres Strombedarfes mit Gaskraftwerken decken.

Emissionen senken, Energieversorgung erhöhen

Zusätzlich werden die Vertriebsaktivitäten durch den Bipartisan Budget Act von 2018, der eine Steuergutschrift von 10 Prozent für KWK-Projekte vorsieht, sowie durch einen Bonus-Abschreibungsplan, der eine 100 prozentige Abschreibung im ersten Jahr für Investitionsausgaben ermöglicht, unterstützt. Darüber hinaus erkennen immer mehr Bundesstaaten, dass durch Kraft-Wärme-Kopplung Emissionen gesenkt und die Zuverlässigkeit der Energieversorgung erhöht werden kann und legen vor dem Hintergrund immer häufiger auftretender Naturkatastrophen Förderprogramme auf, um die Wirtschaftlichkeit einer Investition in ein BHKW weiter zu steigern.

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