Geas Tablettenpresse verbessert und beschleunigt den Herstellungsprozess einschichtiger Tabletten und Komponenten.

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Multifunktionale Rundlaufpresse Tabletten effizient herstellen

01.04.2019

Von Nuklearbrennstoff-Pellets über Hartmetalle und Batterien bis hin zu Süßwaren – mit seiner Tablettenpresse R55 bringt Gea eine robuste und vielseitige Industrie-Rundläuferpresse auf den Markt. Das Gerät ist für die Produktion einschichtiger Tabletten und Komponenten geeignet.

Die R55 ist eine Einfachrundläufer-Tablettenpresse mit einer Presskraft von bis zu 130 kN. Sie besteht aus einem hoch belastbaren Stahlgussrahmen mit Epoxidbeschichtung, einem Rotor aus nickelbeschichtetem Schmiedestahl und einer Matrizenscheibe mit auswechselbaren hartverchromten Verschleißplatten. Die Stempelträger mit Hochdruck-Pressköpfen und Führungsrollen minimieren den Verschleiß und stellen einen langen, störungsfreien Betrieb bei geringen Kosten sicher.

Die R55 ist eine außergewöhnlich vielseitige industrielle Rundlaufpresse für eine Vielzahl von Anwendungen in der Verarbeitung von Pulverprodukten, einschließlich Kernbrennstoffpellets, Hartmetallen, Katalysatoren, Automobilteilen, Batterien und Süßwaren. Die Rundlaufpresse R55 kann mit einer Reihe von optionalen Funktionen ausgestattet werden, um den Tablettenherstellungsprozess zu verbessern und zu beschleunigen sowie eine höhere Kontrolle zu ermöglichen.

Werkzeughalter für hohe Presskräfte

Zur Option stehen unter anderem verschiedene Spezialwerkzeuge: Generell sind Pressen für die Pharmazie mit standardisierten pilzförmigen Werkzeugen ausgestattet, da Press- und Auswurfkräfte bei kleinen Tabletten zur oralen Einnahme begrenzt sind. Für industrielle Anwendungen sind jedoch möglicherweise höhere Press- und Auswurfkräfte erforderlich. Bei Presskräften über 60 kN sollte unbedingt das Gea-Stempelträger-Design verwendet werden, um einen langen, störungsfreien Betrieb bei geringen Kosten sicherzustellen.

Die Gea-Stempelträger weichen in drei Punkten vom EU- oder TSM-Standard ab: Die patentierten Hochdruck-Pressköpfe werden so gefertigt, dass die Kontaktfläche zur Druckrolle eine Linie ist und nicht ein einzelner Kontaktpunkt zwischen dem pilzförmigen Stempel und der Druckrolle. Durch die Linienberührung wird der spezifische Druck am Kontaktpunkt deutlich verringert, wodurch sich die Lebensdauer des Stempelkopfs verlängert.

Da der Stempelträger keinem massiven Verschleiß unterliegt, sollte das Werkzeug außerdem immer zweiteilig sein: Stempelträger und Stempelspitze. So lassen sich beide Teile separat austauschen. Die dritte Abweichung: Ein Pilzkopf führt eine reibende Bewegung in den Nocken aus, während die Rollen an der Seite des Gea-Hochdruck-Presskopfs in einer nockenförmigen Spur rollen. Diese Rollen sorgen auch für eine längere Druckhaltezeit bei der Vorkomprimierung und für einen glatten, verschleißfreien Auswurf.

Auch zur Verbesserung der Fließfähigkeit von Pulvern mit schlechten Fließeigenschaften und zum Schutz empfindlicher Pulver vor Beschädigungen stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. So ist die Zellradschleuse mit Doppelpaddel gegenwärtig die am häufigsten verwendete Zuführung, da sich die Matrize bei diesem Zuführungstyp länger unter der Zuführung befindet als bei allen anderen Typen. Dies ermöglicht höhere Tablettenausgabegeschwindigkeiten.

Schmieren gegen Beschädigungen

Das erste Paddel der Zuführung befindet sich oberhalb der Überfüllnocke; die zweite sitzt über der Dosiernocke und führt überschüssiges Pulver zurück zum ersten Paddel. Vorteile des Gea-Doppelpaddels: unabhängiger Antrieb mit separater Geschwindigkeitseinstellung für jedes Paddel, geringes Gewicht, Übertragung zwischen den Paddeln ohne Zahnräder oder Riemen sowie auswechselbare Paddelformen für verschiedene Pulvereigenschaften. Außerdem sind die Doppelpaddel leicht zu entfernen, zu öffnen und zu reinigen. Die Paddel sind mit einschiebbarer Verschleißplatte erhältlich, die einen Kontakt zwischen Zuführung und Rotoroberfläche ermöglicht. Dies minimiert die Menge an Pulver außerhalb der Zuführung und erhöht die Ausbeute.

Um sicherzustellen, dass die gepressten Tabletten beim Auswurf nicht beschädigt oder verformt werden, stehen mehrere Lösungen zur Verfügung. Die Schmierung der Matrizenwand ist eine Option: In der Regel werden dem Pulver Schmiermittel beigemischt, die einen problemlosen Auswurf ermöglichen. Bei manchen Anwendungen ist dies jedoch nicht möglich, da die meisten festen Schmiermittel die Härte der Tablette verringern oder das Pulver kontaminieren. Als Alternative zum Hinzufügen von Schmiermittel zum Pulver trägt das Matrizenwand-Schmiersystem einen dünnen Öl- oder Fettfilm auf die Matrizenwand auf. Das komplette Matrizenwand-Schmiersystem ermöglicht die Steuerung der applizierten Schmiermittelmenge.

Optionen für die Prozesssteuerung

Sonderfunktionen gibt es auch in Bezug auf die Prozessteuerung. Obere und untere Entlüftungseinrichtungen werden beispielsweise montiert, wenn eine vollsymmetrische Verdichtung der Tablette erforderlich ist. Der Druck in der Entlüftungseinrichtung wird so eingestellt, dass sich die Rollen bei jedem Presszyklus um einige Zehntelmillimeter verschieben und jede Komprimierung, mit dem an der Entlüftungseinrichtung eingestellten Druck, ausgeführt wird. Jedes Pellet wird gleich dicht gepresst. Höhenunterschiede geben Schwankungen in der Matrizen-Füllmenge und Änderungen der Pulvereigenschaften wieder.

Bildergalerie

  • Die Rundlaufpresse kann mit einer Reihe von optionalen Funktionen ausgestattet werden, um den Tablettenherstellungsprozess zu verbessern und zu beschleunigen.

    Bild: Gea Group

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