Energiebedingte CO2-Emissionen senken Stromnetz der BTU Cottbus-Senftenberg wird intelligent

Bild: iStock; Petmal
11.03.2019

Das Cottbusser Ingenieursunternehmen Ascori wird das Konzept für die komplette Umgestaltung des Stromnetzes des BTU-Zentralcampus entwickeln. Zukünftig sollen dezentrale Stromerzeuger, Speicher, Verbraucher, Energieübertragungs- und Verteilnetze in einem intelligenten Stromnetz (Smart Grid) kommunikativ miteinander verbunden und gesteuert werden.

Ein Ziel des von der Investitionsbank des Landes Brandenburg geförderten, zukunftsweisenden Projekts ist die substanzielle Reduzierung der energiebedingten CO2-Emissionen.

Möglichkeiten der Steuerung der Stromnachfrage

Das Smart-Grid-Konzept wurde vom Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik der BTU Cottbus-Senftenberg ausgeschrieben. Zum Umfang des Projekts gehört unter anderem die Ermittlung der maximal möglichen Einspeisung erneuerbarer Energien unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten des Campus. Auf Grundlage einer zu erstellenden Analyse verfügbarer und zukünftiger Lasten sollen auch Möglichkeiten der Steuerung der Stromnachfrage entwickelt werden. Einbezogen werden dabei Anlagen, die aus Energie Wärme (Power to Heat) oder Gas (Power to Gas) erzeugen. Ebenso einzubeziehen: die Elektromobilität, und zwar nicht nur als Energieversorgung für den BTU-eigenen Fahrzeugverkehr (Power to Vehicle), sondern auch als zwischenzeitliche Energiespeicher (Vehicle to Grid).

„Zu den vielen spannenden Aufgaben, die jetzt auf uns zukommen, gehört auch die Ermittlung geeigneter Speicher für die stark schwankende Einspeisung aus der Photovoltaik, inklusive Standortanalyse und Kabeltrassierung“, so Roger Kuhl, Geschäftsführer von Ascori. „Ebenso ein umfassendes Energiemanagement-Konzept mit Anbindung an das vorhandene Leitsystem.“ Das gesamte Projekt ist auf eine Laufzeit von 18 Monaten angelegt.

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