Um dem bodennahen Einsatz von unbemannten Flugdrohnen den Weg zu ebnen, braucht es einheitliche Sicherheitsvorschriften in ganz Europa.

Bild: Thomas Schwarzmaier

Beschleunigte Integration unbemannter Fluggeräte Spielregeln für bodennahe Drohnen in ganz Europa

18.09.2017

In der Regel bremsen Regeln eher - Drohnen können sie aber erst recht Aufwind verleihen. Denn nur durch einheitliche Luftfahrt-Regeln für ganz Europa können sich unbemannte Fluggeräte etablieren. Im DLR-Forschungsprojekt Corus wird daher ein Konzept mit Regeln für die Integration unbemannter Luftfahrtsysteme im untersten Luftraum erstellt.

Nicht nur für Privatpersonen, auch in der Wirtschaft nimmt die Bedeutung von Drohnen in ganz Europa rapide zu. Noch fehlen europaweit harmonisierte Regeln zur sicheren und effizienten Integration dieser neuen Fluggeräteklasse in den untersten Luftraum. Das nimmt bisher der Entwicklung der Dynamik. Deshalb werden unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im europäischen Forschungsprojekt Corus (Concept of Operation for EuRopean UTM Systems) passende Lösungen erarbeitet.

Gemeinsam für den DrohnenTiefflug

Unter der Leitung der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) bringt Corus Experten aus der bemannten und unbemannten Luftfahrt sowie aus der Forschung und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam werden die Partner in den kommenden zwei Jahren ein übergreifendes Konzept entwickeln, wie unbemannte Luftfahrtsysteme im untersten europäischen Luftraum in Zukunft betrieben und geführt werden sollten.

Dieses Konzept wird als Referenz dienen und die sichere Interaktion aller Luftraumnutzer in niedrigen Höhen ermöglichen. Die in Corus entstehenden Lösungen werden unter dem Gesichtspunkt einer möglichst breiten Akzeptanz entwickelt, damit unbemannte Luftfahrzeuge ihre Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft besser ausspielen können.

Risikobewertung für zusätzliche Sicherheitsanforderungen

Das DLR-Institut für Flugführung wird in dem Projekt eine Sicherheits- und Risikobewertung von Flugszenarien erarbeiten. Dabei stehen insbesondere die Eigenschaften des Fluggebiets, wie Besiedlungs- und Luftverkehrsdichte, aber auch technische und meteorologische Einflüsse im Fokus. Aus der Risikobewertung werden zusätzliche Sicherheitsanforderungen für unbemannte Luftfahrzeuge im unteren Luftraum abgeleitet. Um eventuelle Zwischenfälle besser verstehen und rückmelden zu können, entwickeln die Forscher zudem Richtlinien und Meldungsabläufe.

Das Projekt Corus ist Teil des Europäischen SESAR Programms (Single European Sky ATM Research Programme), einer von der Europäischen Kommission und Eurocotrnol ins Leben gerufenen Initiative zur Vereinheitlichung, Harmonisierung und Synchronisierung der Dienste im Rahmen des europäischen Flugverkehrsmanagements.

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