Schokolade ist ein hochviskoses Medium. Daher braucht es bei deren Verarbeitung entsprechende Verfestigungssysteme.

Bild: Ipco

Hochviskose Schmelzen Schokopastillen einfach herstellen

11.09.2019

Hochviskose Produkte fordern Verfestigungssysteme heraus. Um Pastillen effizienter herzustellen, hat ein Anbieter nun eine neue Variante auf den Markt gemacht, die für eine bessere Verteilung der Schmelze sorgt.

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Ipco ist bekannt für sein Rotoform-Granulierungssystem. Dieses dient zur Verfestigung von chemischen Schmelzen in einheitliche, formstabile und staubfreie Pastillen. Der große Vorteil: Die so erzeugten Pastillen lassen sich einfach handhaben, verpacken, transportieren, dosieren und mischen.

Grundsätzlich können mit der Rotoform-Technologie Schmelzen bis zu einer Aufgabetemperatur von 300 °C und bis zu einer Viskosität von 40.000 mPas verarbeitet werden. Das Spektrum reicht also von Harzen und Schmelzklebern über Wachse und Fette bis hin zu niedrigviskosen Schmelzen wie Caprolactam. Um den unterschiedlichen Eigenschaften dieser Stoffe gerecht zu werden, besteht die Rotoform-Familie aus nunmehr zehn Varianten.

Die Funktionsweise

Diese Varianten arbeiten alle nach dem gleichen Grundprinzip und kombinieren Rotoform mit einem Stahlbandkühler. Der Rotoform selbst besteht aus einem beheizten zylindrischen Stator, der mit dem flüssigen Produkt versorgt wird, und einem perforierten Rohr, das sich konzentrisch um den Stator dreht und Tropfen des Produkts über die gesamte Arbeitsbreite des Stahlbandes abgibt.

Die Stahlkühlbänder können bis zu 2 m breit sein und ermöglichen eine Erstarrung mit hoher Kapazität. Die beim Erstarren und Abkühlen freiwerdende Wärme wird vom Stahlband auf das unterseitig gesprühte Kühlwasser übertragen. Dieses Wasser wird in Tanks gesammelt und in das Wasserkühlsystem zurückgeführt. Zu keinem Zeitpunkt kommt es mit dem Produkt in Berührung.

Vorteile bei hochviskosen Produkten

Das neueste Mitglied der Produktfamilie ist der Rotoform HP (High Performance), der 2018 erstmals vorgestellt worden ist. Dessen Konzept basiert auf dem bewährten Rotoform 4G, bietet aber vor allem Vorteile bei der Verarbeitung von hochviskosen Produkten bei hohen Volumina.

„Der Rotoform HP eignet sich insbesondere für die Verarbeitung von chemischen und pharmazeutischen Schmelzen sowie von solchen aus dem Lebensmittelbereich. Sie werden in einem einzigen Schritt in ein gefrorenes oder solides Produkt verfestigt, das anschließend einfach verpackt werden kann,“ bringt Wolfgang Kamps, Sales Manager DACH bei Ipco Germany, die Vorzüge auf den Punkt.

Der Hauptunterschied zum 4G-Standardmodell liegt im modifizierten Produktverteilungskanal bei gleichzeitig erhöhtem Durchmesser des Außenrohrs. Dadurch wird eine gleichmäßigere Verteilung der Schmelze über die gesamte Breite des Stahlbandkühlers ermöglicht, was zugleich die Gleichmäßigkeit der Pastillen erhöht. Das verbessert die Verarbeitung von Produkten wie Schokolade, Harz oder Heißschmelze mit hoher Kapazität deutlich.

Der Rotoform HP ist sowohl für neue Systeme als auch als Nachrüstsatz für alle anderen Rotoform-Systeme von Ipco erhältlich.

Bildergalerie

  • Der neue Rotoform HP sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung der Schmelze bei hochviskosen Produkten wie Schokolade.

    Bild: Ipco

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