Der Sicherheitstechnikspezialist Triax hat daher ein stationäres Aufstiegs- und Schutzsystem entwickelt, das ein gefahrfreies Arbeiten auf Tankwagen und Containern möglich macht.

Bild: Triax

Aufstiegs- und Schutzsysteme Sicher rauf aufs Treppchen

02.10.2016

Der Aufstieg auf Kesselwagen oder Container kann ein hohes Abrutsch- und Verletzungsrisiko bergen, da diese oft nicht ausreichend abgesichert sind. Ein auf der richtigen Höhe positionierter stationärer Sicherheitsaufstieg kann Arbeitsunfällen vorbeugen.

Bei betriebsmäßigen Begehungen von Fahrzeugen mit Tank- oder Containeraufbauten, insbesondere bei Arbeiten am Mannloch, kommt es immer wieder zu Stürzen. „Beim Aufstieg helfen in den meisten Fällen nur einfache Leitern, die senkrecht an den Aufbauten angebracht sind und bei denen das Abrutschrisiko sehr hoch ist“, sagt Didier Pelloille, Geschäftsführer von Triax. „Oben bieten dann oft nur schmale Metall-Laufstege Halt, die nicht immer den gesamten Arbeitsbereich abdecken.“ Machen auch noch Regen oder Verschmutzungen die Oberflächen rutschig, gerät die Arbeit zu einem gefährlichen Balanceakt, der mit einem Sturz und einer ernstzunehmenden Verletzung enden kann. Abhilfe schufen bisher nur Schutzgeländer, die allerdings erst ab einer Fahrzeughöhe von zwei Metern und höher vorgeschrieben sind und mit denen jeder Lkw einzeln ausgestattet werden muss.

Der Sicherheitstechnikspezialist Triax hat daher ein stationäres Aufstiegs- und Schutzsystem entwickelt, das ein gefahrfreies Arbeiten auf Tankwagen und Containern möglich macht. Die Klapptreppen des Unternehmens, die fest an Gebäuden montiert und als verstellbare Arbeitsbühnen gestaltet werden können, lassen sich um bis zu 1,20 m absenken. So kann ihre Höhe variiert und genau an die des Fahrzeugs angepasst werden. Durch eine besondere Kinematik können sie mit Hilfe eines Hebels von Hand bewegt werden, ein pneumatischer oder hydraulischer Antrieb ist auf Wunsch auch möglich.

Generell sind die Klapptreppen als flacher Aufstieg oder mit maximal sechs Stufen sowie mit und ohne Schutzkorb erhältlich – die spezifische Ausführung ist von den jeweiligen Bedingungen beim Auftraggeber abhängig. Die Grundkonstruktion besteht aus einem Gitterrostboden oder schwenkbaren Gitterroststufen und einem durchgehenden Handlauf. Die 30 cm breiten und 80 cm langen Stufen, die im Abstand von 23 cm angebracht sind, werden durch Parallelführung in jeder Stellung des Schwenkvorgangs waagerecht gehalten und haben eine rutschfeste Oberfläche.

Bei der Ausführung mit Schutzkorb wird dieser durch zwei Gegengewichte ausbalanciert und lässt sich in beiden Endlagen stabil verriegeln. Die anwendungsspezifische Gestaltung sichert den ganzen Arbeitsbereich ab. Vom kleinen Korb für das Einstiegsloch eines Tankfahrzeugs bis zu einem 12 Meter langen Steg, der die gesamte Länge eines Fahrzeugs sicher erreichbar macht, können alle Größen produziert werden.

Keine baulichen Änderungen am Gebäude

Ist kein Anbau der Klapptreppe an ein Gebäude möglich, kann eine Komplettanlage installiert werden. Sie besteht aus einem Sicherheitsaufstieg, einer Zugangsplattform sowie dem bis zu 1,20 m absenkbaren Klappsteg beziehungsweise Schutzkorb. Der Aufstieg ist auf beiden Seiten und die Zugangsplattform rundum mit einem genormten Sicherheitsgeländer versehen, das aus einem Handlauf, einem Schutzrohr und einer Fußleiste besteht. „Ein Vorteil dieser Komplettanlage ist es, dass keinerlei bauliche Veränderungen an Gebäuden vorgenommen werden müssen. Treppe, Zugangsplattform und stationäre Klapptreppe werden komplett geliefert und auf Anfrage montiert“, so Pelloille.

Darüber hinaus hat Triax eine vollständige Tanklastzug-Absicherung im Portfolio: Sie besteht aus einem anpassbaren Schutzgitter, das die gesamte Arbeitsfläche auf dem Tanklastzug umschließt. Abgesenkt wird es nach dem Einfahren des Tankwagens, die Bewegungen des Gitters werden dabei vom Bedienpersonal über einen Schaltkasten auf der Plattform gesteuert. Das Schutzgitter ist längenverstellbar von 6 bis 13 m und höhenverstellbar von 2,8 bis 4,1 m. So kann es flexibel genutzt werden, etwa um nur das Mannloch abzudecken oder die gesamte Oberfläche des Kesselwagens oder Containers begehen zu können. Während der Arbeitsgänge auf dem Tanklastzug wird das Fahrzeug durch zwei Klappschranken blockiert. Nur in diesem Zustand kann die Klapptreppe abgesenkt werden und den Zugang auf die Oberfläche des Tankwagens ermöglichen. Erst nach Beendigung der Arbeiten und Anheben des Laufstegs lässt sich das Schutzgitter wieder hochfahren.

Die Triax Klapptreppen und Sicherheitsleitern sind TÜV-zertifiziert. Sie werden aus Stahl hergestellt und haben in der Grund­version eine gelbe Pulverlackbeschichtung. Optional sind Ex-Zonen-taugliche sowie Ausführungen für chemische und feuchte Milieus möglich. „Wir holen für eine maßgeschneiderte Fertigung etwa die Information ein, welche Maße das höchste und niedrigste Fahrzeug hat, das unser Schutzsystem nutzen soll. Daraus wird ermittelt, wie viele Stufen bei der Klapptreppe benötigt werden“, erklärt der Geschäftsführer. Die Gesamthöhe der Anlagen liegt dabei in der Regel bei bis zu 4,5 m. So können verschiedene Fahrzeuge und unterschiedliche Höhen gesichert werden, ohne für jeden Lkw ein Geländer anschaffen zu müssen.

Bildergalerie

  • Die Treppe zur Tanklastzugabsicherung bietet ein umlaufendes Sicherheitsgeländer.

    Bild: Triax

  • Bei der Ausführung mit Schutzkorb wird dieser durch zwei Gegengewichte ausbalanciert und lässt sich in beiden Endlagen stabil verriegeln.

    Bild: Triax

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