Die neue Trigger- und Dekodier-Option unterstützt Entwickler bei der Inbetriebnahme und Fehlersuche von Geräten und Komponenten mit M-PHY-Schnittstellen.

Bild: ROHDE&SCHWARZ

Trigger- und Dekodier-Option Fehler gezielter aufspüren

05.08.2016

Die Option R&S RTO-K44 von Rohde & Schwarz für R&S-RTO2000-Oszilloskope bietet Trigger- und Dekodierfunktionen für die Fehlersuche bei Designs mit MIPI M-PHY-basierten Protokollen.

Die Option R&S RTO-K44 bietet laut Rohde & Schwarz leistungsstarke Trigger- und Dekodierfunktionen für die Fehlersuche bei Designs mit MIPI-M-PHY-basierten Protokollen. Definiert als physikalischer Layer dient M-PHY als Grundlage für eine Vielzahl von Protokoll-Standards, die für eine schnelle Datenübertragung im Ecosystem von mobilen Endgeräten optimiert sind. So findet sich M-PHY beispielsweise mit CSI-3 in Kameras oder mit UFS in Speicherkomponenten für Multimedia-Anwendungen. Mit DigRF rev.4, UniPort oder LLI dient die Schnittstelle in der Chip-to-Chip-Kommunikation.

Hersteller von entsprechenden Prozessoren und Kommunikations-ICs und Speicherkomponenten für Mobiltelefone, Tablets und Kameras sollen mit der Trigger- und Dekodier-Option R&S RTO-K44 eine zuverlässige Lösung für Design, Verifikation und Fehlersuche bei ihren Produkten erhalten. So ergeben sich beispielsweise bei hochintegrierten Schaltungsaufbauten von mobilen Endgeräten wie Smartphones häufig Probleme durch das enge Nebeneinander von schnellen digitalen Schnittstellen und empfindlichen Funktionsblöcken wie Funkmodulen. Die R&S RTO-K44 unterstützt beim Aufspüren von Fehlerquellen, die mit M-PHY-basierten Schnittstellen im Zusammenhang stehen.

Mit der neuen Option können Anwender dediziert auf Protokollereignisse im untersten M-PHY Physical Layer zugreifen, so der Anbieter. Darüber hinaus unterstützt sie die höheren Protokollschichten des UniPro-Standards, der ebenfalls von der MIPI Alliance definiert wurde. Das gibt Anwendern eine hohe Flexibilität bei der Wahl der geeigneten Dekodierebene für die gezielte Fehlersuche.

Aufgrund einer Vielzahl verfügbarer protokollbezogener Triggerevents wie Start of frame, Data bursts, Line Control Commands (LCC) oder verschiedene Protocol Data Units (PDU) ist eine gezielte Erfassung von Protokolldaten möglich. Diese Daten lassen sich anschließend im Detail analysieren. Die dekodierten Protokollelemente werden farbkodiert im Messkurvendiagramm oder in tabellarischer Form dargestellt.

M-PHY definiert verschiedenste Datenratenstufen (Gear) im Low-Speed- und High-Speed-Übertragungsmodus. Da die R&S-RTO2000-Oszilloskope eine Bandbreite von bis zu 4 GHz bieten, ist eine Fehlersuche für M-PHY-Implementierungen bis zum High-Speed Gear 2 (HS-G2) möglich. Im Low-Speed-Modus kann sowohl PWM wie auch NRZ-Modulation benutzt werden. Die Option von Rohde & Schwarz dekodiert beide Formate und unterstützt Multi-Lane-Anwendungen.

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