Phoenix Contact Deutschland GmbH

Bild: iStock, Cerber82

Individuell kombinierbare Potentialverteilerblöcke Online-Baukasten

04.10.2018

Im Zuge der zunehmenden Automatisierung müssen immer mehr Potentiale verteilt werden. Die kompakten PTFIX-Verteilerblöcke tragen zu deutlich verkürzten Montagezeiten bei. Jetzt wurde die erfolgreiche Produktfamilie um einen Online-Konfigurator ergänzt.

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Reihenklemmensysteme verbinden längst nicht mehr nur Leitungen miteinander. Mit der ausgeklügelten Kontaktphysik lässt sich nahezu jede technische Verschaltung umsetzen. Zusätzliche Funktionen wie integrierte Bauelemente, Sicherungsträger, Trennfunktionen oder komplexe Brückbarkeit sind sogar in Mehrstockbauweise verfügbar. Die hohe Komplexität solcher Systeme erfordert jedoch einen gewissen Konfigurationsaufwand, um die gewünschte Klemmleiste gemäß den spezifischen Anforderungen aufzubauen und zu beschalten. Das führt dazu, dass in vielen Fällen das Leistungspotenzial hochentwickelter Reihenklemmensysteme gar nicht ausgeschöpft wird, sondern lediglich einfache Funktionen wie die Verteilung elektrischer Energie auf mehrere Anschlüsse umgesetzt werden.

Flexible Potentialverteilung

Herkömmliche Reihenklemmen sind für Tragschienen konzipiert und lassen sich meist nicht an besondere Montageanforderungen, wie zum Beispiel die direkte Oberflächenverschraubung, anpassen. Anders sieht es bei den PTFIX-Verteilerblöcke von Phoenix Contact aus. Da alle Anschlüsse eines Blocks intern auf einem Potential elektrisch verbunden sind, müssen die Blöcke nicht mit Zubehör beschaltet werden. Sie lassen sich mechanisch zu einer kompakten und zusammenhängenden Lösung kombinieren – bei völlig freier Wahl der Montageart. PTFIX bietet Befestigungsmöglichkeiten für die Tragschienen TH 15 und TH 35 in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung, Direktmontage mittels Schraubflansch-Befestigung, etwa an der Rückwand im Schaltschrank, direktes Aufkleben oder eine fliegende Installation. Dank der sicheren Push-in-Feder-Anschlusstechnik lassen sich PTFIX-Verteilerblöcke schnell und werkzeuglos montieren. Außerdem ist eine Frontverdrahtung möglich – eine äußerst platzsparende Verdrahtung, da anders als bei konventionellen Schraubklemmen kein Raum ober- und unterhalb der installierten Blöcke benötigt wird.

Neue Nennquerschnitte 1,5, 4 und 10 mm

Auf der Hannover-Messe 2018 hat Phoenix Contact Erweiterungen zum PTFIX-Programm vorgestellt. Zu den Blöcken mit einem Nennquerschnitt von 2,5 mm2
gibt es nun äquivalente Typen mit einem Querschnitt von 1,5 mm2 – auch mit einem Einspeise- oder Sammelkontakt von 4 mm2. Hinzugekommen ist die Baureihe mit einem Nennquerschnitt von
4 mm2, welche mit einem Nennquerschnitt von 10 mm2 den wohl kleinsten verfügbaren Push-in-Kontakt als Einspeiseanschluss bietet. Ergänzt wird das Produktprogramm durch sogenannte Mono-
blöcke, die es für alle drei Nennquerschnitte gibt – mit nur zwei Anschlüssen stellen sie den schmalstmöglichen Block dar. Dank dieser Erweiterungen lässt sich mit dem modularen PTFIX-System zusätzlich zu Verteilung und Sammlung auch eine Durchgangsfunktion aufbauen, wie sie bei einfachen Reihenklemmen möglich ist. Sämtliche Varianten sind in zwölf Farb-
ausprägungen verfügbar, was die Gefahr von Verdrahtungsfehlern reduziert.

Das gesamte PTFIX-Portfolio umfasst knapp 1.000 Artikel, aus denen sich der Anwender seine individuelle Kombination zusammenstellen kann. Angesichts dieser Vielfalt kann die Vorratshaltung beziehungsweise schnelle Beschaffung aller Varianten zu einer echten Herausforderung werden. Zwar lassen sich PTFIX-Blöcke einfach modular kombinieren, dennoch ist der Konfigurationsaufwand nicht zu unterschätzen. Darum bietet Phoenix Contact seinen Kunden nun einen Online-Konfigurationsservice an.

Der Konfigurator ist auf der Webseite von Phoenix Contact frei zugänglich – unter dem Menüpunkt Produkte, Konfiguratoren und Anschlussfertige Verteilerblöcke mit Push-in-Anschluss. Einmal angelegte Kombinationen werden mit einer Lösungs-ID versehen und können jederzeit abgerufen, erneut bestellt oder modifiziert werden. Das Menu des Konfigurators ist sehr übersichtlich gehalten. Der Benutzer erstellt seine individuelle Lösung zunächst Block für Block. Über die Auswahl der grafisch dargestellten Funktionen lässt sich das gesamte PTFIX-Produktprogramm bis auf den gewünschten Verteilerblock reduzieren. Die Parameter definieren zum Beispiel den Nennquerschnitt, die Befestigungsmöglichkeit, den optionalen Sammel- und Einspeisekontakt, die Farbe oder die Anzahl der Abgriffe im Nennquerschnitt. Lässt man eine Option offen – zum Beispiel die Farbe –, so werden alle zwölf Farbvarianten aller passenden Produkte in einem Auswahlkarussel angezeigt, aus dem der Nutzer per Drag&Drop den gewünschten Artikel in das darunterliegende Konfigurationsfenster ziehen kann.

Mit der Zusammenstellung der Blöcke erscheint deren exaktes Abbild auf dem Bildschirm. Damit erhält der Nutzer bereits während der Konfiguration einen groben Eindruck. Im nächsten Schritt zeigt sich ein weiterer Mehrwert: Die aus unterschiedlichen Blöcken zusammengestellte Lösung kann durchgängig in der Mitte beschriftet werden. Das fertig konfigurierte Produkt wird mit vollständig aufgebrachter Bedruckung geliefert, so dass der Endnutzer weder Drucker noch Beschriftungsmaterial vor Ort benötigt.

Beschriftung im Konfigurator auswählen

Zu guter Letzt kann der Anwender die online konfigurierte und beschriftete Lösung überprüfen, sich das Ergebnis in unterschiedlichen Perspektiven ansehen und eine 3D-Bilddatei in verschiedenen Formaten herunterladen. Wartezeiten auf individuell angefertigte Dateien gehören damit der Vergangenheit an, und die Planung gewinnt an Fahrt.

Ist die Lösung komplett, erscheint ein Formular, über das der Anwender das zusammengestellte Produkt direkt bei Phoenix Contact bestellen kann. Für den Fall, dass der Bestellvorgang von der Einkaufsabteilung durchgeführt werden muss, kann man der Lösungs-ID eine frei wählbare Bezeichnung zuordnen, wodurch die Zusammenstellung leicht für die Kollegen auffindbar ist.

Bildergalerie

  • Das PTFIX-Verteilerblocksystem besitzt einen Anschlussquerschnitt von 4 mm2 (links) und Durchgangsblöcke mit nur zwei Anschlüssen (Mitte).

    Bild: Phoenix Contact

  • Intuitive Menüführung: Per Drag & Drop gelangt der Anwender schnell zu seinem individuellen Wunschprodukt.

    Bild: Phoenix Contact

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