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Neue Wege beschreiten: Die Business Uni Pharma, Food und Biotech setzt auf neue Technologien, um die wachsenden Herausforderungen in der hygienischen Abfülltechnik zu erfüllen.

Bild: Gemü Gebr. Müller Apparatebau

Business Unit für Pharma, Food und Biotech (Promotion) Neue Technologien im Blick

01.06.2018

Hygienisch und aseptisch - die Branchen Pharma, Food und Biotechnologie stellen hohe Anforderungen an die Prozesstechnologien. Der Armaturenhersteller Gemü weiß um die wachsenden Herausforderungen: Eine eigens dafür gegründete Business Unit beschreitet mit neuen Technologien bisher unbekannte Wege. Das Ergebnis: eine neue Generation von Füllventilen mit hohen Schaltzyklen sowie eine neue Membrangeneration.

Die Business Unit Pharma, Food & Biotech stellt neue Technologien in den Fokus. Dabei dreht sich alles um aseptische und hygienische Anwendungen. Ob im Bereich Pharmazie, Food & Beverage, Biotechnologie, Kosmetik oder den Hilfsprozessen, wie Reinstwasseraufbereitung und CIP/SIP-Reinigung, die Mitarbeiter der Business Unit sind mit den wachsenden Herausforderungen am Markt vertraut.

Über Jahre hinweg baute das Unternehmen sein Know-how im Bereich der Abfüllprozesse aus, um Anlagen-/Maschinenbauern und -betreibern gleichermaßen ein Lösungskonzept anbieten zu können. „Obwohl wir stolz darauf sind, dass wir von unseren Kunden als Marktführer im Bereich der aseptischen Ventile anerkannt werden, ruhen wir uns nicht auf diesen Lorbeeren aus", sagt Bettina Scherer, Leiterin der Business Unit Pharma, Food & Biotech. „Wir entwickeln stets unsere Membranventile weiter und stellen hierfür nun auch einen Multifunktionsadapter zur Vermeidung von Fremdkörpern in Rohrleitungssystemen bei der Installation zur Verfügung.“

Außerdem kann das Unternehmen nun eine neue Baureihe aseptischer Ventile vorweisen. Basierend auf der PD-(plug diaphragm)-Technologie haben die Mitarbeiter der Business Unit eine neue Füllventil-Plattform nach neuesten Erkenntnissen entwickelt, um den hohen Anforderungen in der Abfülltechnik für die Branchen Pharma, Food und Biotech gerecht zu werden.

Präzise und reproduzierbar Abfüllen

Die PD-Technologie ermöglicht es, die beweglichen Teile des Antriebs hermetisch vom Produktbereich abzugrenzen, hohe Schaltwechselzahlen zu erreichen und präzise dosieren zu können. Der Lift-Effekt, bei dem sowohl Produktreste durch die eingesetzte Spindel in nicht zu reinigenden Stellen im Antrieb transportiert werden als auch eine Kontamination des Mediums durch Einzug von Verunreinigungen aus der Umgebung des Ventils, wird so vermieden.

Neben der verbesserten Reinigung des medienberührenden Bereichs weist das Ventil einen schnellen Verschleißteilwechsel sowie ein kompaktes Design auf. Die Wartung ist somit einfach vorzunehmen. Lange Stillstandzeiten der Anlagen gehören der Vergangenheit an. Die Füllventil-Plattform besteht aus PD-Ventilen mit pneumatischen (Serie F40) und elektrischen Antrieben (Serie F60). Die Ventile können je nach Ausführung mit allen Gemü-Automatisierungskomponenten wie Stellungsrückmelder und Regler ausgestattet werden.

Neue Membranmischung entwickelt

Membranventile von Gemü kommen seit Jahren in unterschiedlichen Prozessen der Pharma-, Lebensmittel- und Biotechnologie zum Einsatz. Besonders die Membranen unterliegen dabei extremen Beanspruchungen: Temperaturen von bis zu 150 °C, Drücke bis zu 10 bar, dynamische Bewegungen und unterschiedliche Medien nehmen starken Einfluss auf die Lebensdauer. Auch dem haben sich die Mitarbeiter der Business Unit angenommen.

Die Entwicklung der neuen EPDM- (Kennziffer 19) und PTFE/EPDM-Membrangenerationen (Kennziffer 5M) stellte den Armaturenhersteller vor Herausforderungen. Über 50 Membranmischungen wurden entwickelt, hergestellt und getestet. Die Geometrie, Mischung und der Herstellprozess der Membranen wurde verändert - immer mit dem Ziel vor Augen, eine noch bessere Performance gegenüber bestehenden Membranen auf dem Markt zu erreichen.

Die neue EPDM-Mischung der Membrankennziffer 19 wird auch als Stützrücken der PTFE-Membranen mit der Kennziffer 5M eingesetzt. Der EPDM-Stützrücken besitzt standardmäßig vier Bohrungen zur frühzeitigen Detektion einer Leckage. Die Dichtkonturen des PTFE-Schilds wurden überarbeitet, um eine noch bessere Dichtheit zu gewährleisten.

Bildergalerie

  • Die Ventile F40 und F60 können in nahezu allen Abfüllprozessen im hygienischen und aseptischen Bereich angewendet werden.

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