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Distribution & Dienstleistung Mit neuer Taktik in die Zukunft

15.10.2015

Industrie 4.0 wird bisher vor allem im Zusammenhang mit der Smart Factory gesehen. Aber auch viele andere industrielle Bereiche sind von ihr betroffen. Distributoren müssen sich den Gegebenheiten anpassen und sich in einigen Bereichen neu aufstellen

Die Digitalisierung und die Verknüpfung einzelner Komponenten in Wirtschafts- oder Warenkreisläufen schreitet weiter voran. Diese Umwälzungen in der Industrie haben auch Folgen für Distributoren: Sie müssen sich dem schnelleren Tempo und dem stärkeren Innovationsdruck anpassen. Die Umstellung auf intelligente Lagerhaltungssysteme, Smart-Supply-Chain-Management-Lösungen und die Neuausrichtung des Produktportfolios stellen sowohl eine
Chance als auch eine Herausforderung dar. Gleichzeitig müssen die Unternehmen Kunden einen deutlich persönlicheren Service in Echtzeit bieten.

Schnelle Reaktionen gefragt

Derzeit gibt es in ganz Deutschland zahlreiche Beispiele für sogenannte Smart Factories: automatisierte Fabriken, in denen Prozesse softwaregesteuert und automatisch ablaufen. Sie sind der Beweis, dass Industrie 4.0 und Internet der Dinge nicht mehr nur Schlagworte sind. Diese Produktionsanlagen entwickeln sich stetig weiter und die Zyklen, in denen dies geschieht, haben sich verkürzt. Ständig wird der Produktionskreislauf optimiert und Ineffizienzen ausgemerzt. Es herrscht ein extremer
Innovationsdruck.

Unternehmen sind schnellen Reaktionszeiten ausgesetzt und geben diesen Druck an die Distributoren weiter. Diese müssen im Gegenzug ebenfalls
moderne Industriemethoden aufgreifen und auf ihre Lagerhaltung übertragen. Eine schnelle Lieferung und ein
umfangreiches sowie vor allem aktuelles Produktportfolio sind notwendiger als jemals zuvor. Von der Bestellung bis zur Lieferung eines bestimmten Produktes dürfen meistens maximal zwei Tage vergehen; oft werden sogar nur wenige Stunden vorausgesetzt. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Zulieferbetrieb über die nötige Infrastruktur verfügt.

Digitalisierte Lagerverwaltung

Beispiele aus der Praxis zeigen
bereits, wie sich Distributoren durch den Einsatz moderner Industriemethoden an die veränderten Bedingungen angepasst haben. Bestellvorgänge werden automatisch bearbeitet und an die Lagerverwaltung weitergegeben. Die einzelnen notwendigen Komponenten zur Verarbeitung des Prozesses stimmen sich durch ihre gegenseitige Verknüpfung untereinander ab. Ziel ist es, den gesamten Bestell- und Lieferprozess miteinander zu verknüpfen, um so das volle
Potenzial der vorhandenen Ressourcen zu nutzen.

Um den heutigen Ansprüchen eines international
tätigen Distributors gerecht zu werden, kommen moderne
Lagerzentren nicht mehr ohne Sensoren aus. Sie steuern die
Bestandsführung in Echtzeit, identifizieren Fehlfunktionen und übernehmen das Tracking von Auslieferungen. Sensoren, die Informationen weiterleiten, diese über entsprechende
Anwendungen mit einander verknüpfen und in den entsprechenden Kontext setzen, sind zu einem unabdingbaren Faktor in der modernen Lagerverwaltung geworden. Eine schnelle Optimierung, Korrektur und eine effiziente Steuerung durch das Lagerpersonal sind durch sie möglich.

Schnelle Suche, guter Service

Bei aller Geschwindigkeit darf die Service-Qualität nicht leiden. Der moderne Kundenservice hat durch den
Online-Handel viele Vorteile. Zum einen kann der Kunde
seine bevorzugten Produkten online suchen, ihre Eigenschaften und Preise mit wenigen Klicks vergleichen, sie bestellen und letztendlich liefern lassen. Zum anderen ist es für Kunden sehr einfach über das Internet mit dem Distributor Kontakt aufzunehmen. Distrelec bietet zum Beispiel eine umfangreiche Beratung über Emails, das Telefon oder Echtzeit-Chats. Der Service wird im Online-Handel also nicht reduziert, sondern weiter ausgebaut. Um eine solche Kundenbetreuung anbieten und das Versprechen hoher Lagerbestände, großer Verfügbarkeiten und schneller Auslieferungen einhalten zu können,
bedarf es einer gut ausgebauten physischen Infrastruktur.

Ein elementarer Bestandteil des Service-Angebots eines Distributors ist außerdem die einfache und schnelle Suche von Produkten im Internet. Filter und erweiterte Suchfunktionen, unter anderem Tagging und Stichwortsuchen, ermöglichen es dem Kunden, das Produkt seiner Wahl binnen Sekunden zu finden. Eine gute Suchfunktion weist darüber hinaus auch noch auf mögliche Alternativen oder spezielle Angebote hin. Die Waren in einem integrierten Prozess zu verwalten, zu sammeln und zu bestellen, machen den Vorgang für den Kunden schnell und effizient. Gerade Distributoren mit einem sehr großen Produktportfolio haben oftmals ein Problem mit der Übersichtlichkeit in der Darstellung. Die Integration moderner Netzwerkanbieter, die besonders auf den B2B-Bereich spezialisiert sind, ermöglicht es jedoch, Distributor und Kunden eng zusammenzuführen. Dabei werden nicht nur die üblichen Katalogdaten, sondern detaillierte Statistiken zum Produkt
sowie 3D-Darstellungen angeboten.

Die stetige Diversifizierung des Produktangebots, aber auch immer kürzer werdenden Innovationszyklen stellen
Unternehmen mit komplexen Lagerhaltungssystemen vor schwierige Aufgaben. Zudem steigen die Anforderungen der Kunden. Sie erwarten von Distributoren, stets die technologisch neuesten Modelle vorrätig zu haben.

Das IoT als Herausforderung für Distributoren

Investitionen in die physische und digitale Infrastruktur sind deswegen zwingend notwendig. Zudem muss das Personal für Produkt- und Prozessberatungen geschult oder Mitarbeiter gesondert dafür eingestellt werden. Das bedeutet einen hohen monetären und personellen Aufwand, der kleine Unternehmen in den meisten Fällen überfordert. Große Distributoren können sowohl eine große Produktbandbreite als auch eine schnelle Lieferung garantieren. Damit sind sie der ideale Partner für moderne Unternehmen.

Bildergalerie

  • Die Industrie fordert immer schnellere Lieferzeiten. Dieses hohe Tempo lässt sich nur mit intelligenten Lagerhaltungssystemen erreichen.

    Bild: Distrelec

  • Um die Kundenwünsche zu erfüllen, ist für Distributoren, neben einem großen Produktportfolio mit entsprechender Lagerhaltung, eine reibungslose Logistik ausschlaggebend.

    Bild: Distrelec

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