Pilz Automation steigert die Intelligenz von Schutztüren.

Bild: Pilz

Modulare Schutztürsysteme sorgen für flexible Überwachung Mehr Intelligenz für die Schutztür

20.02.2019

Beim Einsatz trennender Schutz­einrichtungen müssen Anlagen sofort stoppen, wenn eine Schutztür zu einem gefährlichen Bereich geöffnet wird. Dabei sind flexible und intelligente Lösungen gefragt, die mehrere unterschiedliche Komponenten bereithalten.

Das modulare Schutztürsystem von Pilz etwa ermöglicht eine Reihe an Kombinationen für die individuelle Schutztürlösung, die von Stand-alone-Maschinen bis zur weitläufigen, verketteten Anlage einsetzbar ist. Wirtschaftliche Reihenschaltung, schnelle Diagnose, zusätzliche Bedien- und Tasterelemente sowie eine optionale Fluchtentriegelung stehen in nur „einem Paket“ zur Verfügung. Für den Schutztürsensor PSENmlock in der Variante mit Reihenschaltung ergeben sich auch weitere Möglichkeiten, wenn das System mit einer Diagnoselösung Safety Device Diagnostics (SDD) von Pilz kombiniert wird. So können die Statusinformationen der intelligenten Sensoren abgefragt, deren Konfigurationsparameter ausgelesen und Aktionen visualisiert werden.

Die Reihenschaltung der Sicherheitssensoren der Schutztüren erfolgt nach einem standardisierten Verfahren: OSSD-Ausgänge (Output Switching Signalling Device) des einen Sensors werden mit Eingängen des folgenden Sensors verbunden. Bisher musste der Konstrukteur alle Sensoren in einer aufwändigen, teuren Sternverkabelung einzeln im Schaltschrank verdrahten, um sie einzeln anzusteuern.

Ein Kabel, viele Schutztüren

Zusammen mit dem sicheren Schutztürsensor PSENmlock können mit der Diagnoselösung SDD trotz ausgedehnter Einkabellösung Schutztüren auch einzeln angesteuert werden. Wenn in einer Anlage etwa Wartungsarbeiten oder ein Werkzeugwechsel anstehen, lässt sich definieren, welche Türen nach Abschalten geöffnet werden dürfen. Ohne Verwendung der SDD würden bei Anforderung der Entriegelungsfunktion alle in Reihe geschalteten Schutztüren auf einmal aufgehen. Die Einkabellösung erweitert zudem die Grenzen der Reihenschaltung: Sie macht es für den Maschinenbauer einfach, ein weiteres Modul hinzuzufügen. Denn dadurch, dass ein Schutztürsystem mehrere Funktionalitäten bietet, kann ein und derselbe PSENmlock flexibel eingesetzt werden. Außerdem ist er an unterschiedliche Anforderungen anpassbar: zum Beispiel für begehbare Türen oder nicht begehbare, für ‚in Reihe geschaltet oder nicht‘.

Modular in die Sensorik-Zukunft

Auch Anwendungen mit Industrie-4.0-Anforderungen lassen sich mit Lösungen wie dem modularen Schutztürsystem unkompliziert und sicher umsetzen. Per Baukasten-Prinzip wird eine individuelle Lösung aus den Komponenten erstellt, die mit dem passenden Diagnose-Tool effizient eingesetzt werden kann. Die Einkabellösung erweitert zusätzlich die Grenzen der Reihenschaltung: Die innovative Reihenschaltung für Sicherheitssensoren und die direkte Auswertung der Daten vom Sensor ermöglichen nicht nur eine wesentlich erhöhte Verfügbarkeit. Sie stellt durch ihren modularen Ansatz auch für die Fabrik der Zukunft eine adäquate Diagnoselösung dar.

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