Promotion M12-Vielfalt für hohe Anforderungen

HARTING Technologiegruppe

Bild: Harting
02.10.2014

Industrie 4.0 erfordert schnelle Datenübertragung bei robusten und einheitlich normierten Verbindungen. Die neue Norm IEC 61076-2-109 für den X-kodierten Rundsteckverbinder M12 macht Datenkommunikation nach Cat 6A/10GB-Ethernet fit für die verschiedensten Einsatzbereiche im Industrieumfeld.

Für die Datenkommunikation in der Industrie war die Weiterentwicklung des M12-Steckverbinders unumgänglich. Das Konzept der Industrie 4.0 verlangt nach leistungsfähigeren Kanälen mit höheren Datenübertragungsraten bei geringer Fehlertoleranz. Die Harting Technologiegruppe hat deshalb die Entwicklung eines neuen Industriestandards und die IEC-Zertifizierung für den M12 mit vorangetrieben, unter anderem, um herstellerübergreifend einheitliche Steckgesichter zu erreichen. Der Kundennutzen: Dank der neuen Norm gibt es ein weltweit einheitliches Steckgesicht, was für den Anwender Investitionssicherheit bedeutet.

Die Anforderungen an das M12-Format variieren im großen Spektrum der Anwendungen, das von der Verkehrs- über die Energietechnik bis zur industriellen Automatisierung reicht. Um den äußerst hohen Anforderungen an die Vibrationsbeständigkeit zum Beispiel in der Verkehrstechnik gerecht zu werden, hat Harting M12-Kabelsteckverbinder mit Crimpanschlusstechnik entwickelt. Denn Crimpanschlüsse laufen auch bei lang anhaltender starker Vibration nicht Gefahr, sich zu lockern oder gar zu lösen.

Für die Daten-, Signal- und Leistungsübertragung in der Verkehrstechnik stehen derzeit zwei Anschlusstechniken zur Verfügung, die sich an Kabeln mit Durchmessern zwischen AWG 23 und AWG 28 anbringen lassen: Bei der Crimpanschluss-Technik wird ein Kontakt von einem Leiter durch kontrolliertes Verformen gasdicht umschlossen. Bei der Insulation-Displacement-Contact(IDC)-Technik durchdringt eine Schneidklemme die Aderisolierung und kontaktiert die Kabellitzen. Hartings IDC-Technik trägt den Namen Harax und beruht auf einem Harting-Patent. Für den Einsatz eines M12-Steckverbinders darf der Kabelaußendurchmesser (wie marktüblich) maximal 8,8 mm betragen. Die Bedruckung des Kontaktträgers mit konventionellen Kabelfarben erleichtert die Konfektionierung ebenso wie die Montage und Wartung. Beim Einlegen in den Isolierkörper schnappen die Kontakte zudem hörbar ein, so dass der Montierende stets sicher sein kann, dass er einen leistungsfähigen Kontakt hergestellt hat.

Vereinfachte Montage/Konfektionierung

Komponenten speziell für die Automatisierungstechnik runden das M12-Portfolio ab. Beim feldkonfektionierbaren Har-Speed M12 kommt die bewährte Harax-Schneidklemmtechnik zum Einsatz. Geräteseitig werden M12-Leiterplattensteckverbinder in gerader und gewinkelter Ausführung angeboten. Eine spezielle Auswahl der Werkstoffe sichert die Reflow-Fähigkeit der Komponenten. So hält der Werkstoff im Lötofen Temperaturen bis 230 °C stand, das Lot wird flüssig, der Kunststoff bleibt stabil.

Für die Performance gemäß der Klasse EA ist sowohl auf der Kabel- als auch auf der Geräteseite ein Schirmkreuz vorhanden. Es führt Kabelpaare in einzelne Kammern und verhindert so eine Beeinträchtigung der Signalübertragung und vereinfacht die Konfektionierung.

Das M12-Portfolio von Harting bietet weiteres Zubehör, das für mehr Flexibilität in der Verkabelung sorgt. Zu den entsprechenden Komponenten gehören der Har-Speed M12 Gender Changer sowie der Har-Speed-Adapter.

Der M12/RJ45-Adapter dient als Verbindungsstück zwischen dem Rundsteckverbinder mit der Schutzart IP 65/67 und der spezifischen IP 20-Umgebung des RJ 45. Zu den möglichen Anwendungssituationen zählen Gehäuse von Geräten und Schaltschränken. Der Har-Speed M12 Gender Changer (Buchse-Buchse) ermöglicht es, in der Kombination mit einer Wandhalterung, eine komplett abgeschirmte Wanddurch-
führung.

Nutzerfreundliches Verriegeln

Das M12-Portfolio verfügt optional über die bedienerfreundliche PushPull-Verriegelungstechnik. Dabei wird das Verrasten von Buchse und Stift durch ein klar hörbares Klicken angezeigt. Diese Art der Verriegelung bietet gegenüber der Verschraubung den Vorteil höherer Vibrationsfestigkeit. Datenschnittstellen für Fast Ethernet und Gigabit Ethernet an Switches können mit der PushPull-Technik von Harting ausgerüstet werden.
Zudem entfällt das aufwendige Verschrauben mit kontrolliertem Drehmoment. Der Trend zur Miniaturisierung und die immer größere Dichte von Steckverbindungen führen immer häufiger zu Platzproblemen im Feld.

PushPull-Steckverbinder sind eine gute Alternative für Applikationen, in denen zu wenig Platz für das Verschrauben zur Verfügung steht. Die PushPull-Technologie vereinfacht das Ver- und Entriegeln gleichermaßen. Zum Stecken und Ziehen der Verbindung wird kein Werkzeug benötigt, Montage- und Wartungszeiten verkürzen sich. In der Applikation bleibt Platz für weitere Komponenten und/oder zusätzliche Steckverbindungen. Kabelseitig hat der Anwender die Wahl, ob er auf die PushPull-Technik zurückgreift oder die bewährte Verschraubungstechnik nutzt. Die geräteseitigen M12-Flanschdosen sind rückwärtskompatibel.

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