Die Zusammenarbeit zwischen Kuka und Vinci Energies soll Innovationen für die Industrie 4.0 fördern.

Bild: Kuka
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Partnerschaft für Industrie 4.0 Kuka und Vinci Energies starten IIoT-Kooperation

15.11.2017

Die beiden Unternehmen Kuka und Vinci Energies Deutschland wollen in Zukunft gemeinsam Anwendungen und Services für das Industrial Internet of Things (IIoT) entwickeln und implementieren. Dieses Vorhaben haben beide Unternehmen in einer Absichtserklärung festgehalten.

Auf Basis der IIoT-Plattform von Kuka werden die Vinci-Energies-Marken für ICT und Industrie – Axians und Actemium – künftig Lösungen für Industrie 4.0 realisieren. Die Zusammenarbeit soll von der Konzeption bis hin zur Systemintegration reichen. Die beiden Firmen wollen damit vor allem den wachsenden Bedarf von Produktionsunternehmen nach datengetriebener Prozessoptimierung bedienen.

Angebotsspektrum erweitern

Die Zielmärkte von Vinci Energies und Kuka ergänzen sich dabei, so dass eine branchenübergreifende Lösungserarbeitung möglich wird. Ein weiterer Vorteil für Kuka ist außerdem, die Skalierbarkeit zur Programmierung von IIoT-Microservices des internen Plattform-Anbieters Connyun erweitern zu können. Integratoren wie Actemium können hingegen dank Digitalisierung zusätzliche Services und Optionen basierend auf den Industrie-4.0-Technologien anbieten - sowohl für Neukonzeptionen als auch für den gesamten bestehenden Anlagenbereich. Über die Partnerschaft werden diese Dienstleistungen nahe an den Anforderungen der jeweiligen Fokusmärkte ausgerichtet.

„Durch die Kooperation mit Vinci Energies Deutschland erweitern wir das Angebotsspektrum rund um das Thema Industrial Internet of Things“, sagte Christian Schlögel, Chief Technology Officer bei Kuka. „Die Kooperation ist ein wichtiger Baustein im IIoT-Ecosystem, von dem schlussendlich der Endkunde profitiert.“

Zusammenarbeit im Digital Lab von Vinci Energies

Anfang 2018 wird im neuen Digital Lab von Vinci Energies in Frankfurt am Main die IIoT-Plattform der Kuka-Tochter Connyun implementiert. Anhand einer roboterbasierten Anwendung werden hier Optimierungsprozesse aufgezeigt. Dabei werden Roboter- und Prozessdaten gesammelt, analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen zum Prozessaufbau abgeleitet.

Axians übernimmt als Spezialist für Analytics & IIoT-Plattformen die Architektur und Entwicklung der prozessspezifischen Softwaremodule und Schnittstellen. Indem Variablen verändert werden, können Szenarien und Prinzipien zum Ausbau komponentenübergreifender Effizienzsteigerung erarbeitet werden. Actemium wird außerdem eng in Produkte, Lösungen und Services von Kuka integriert. Das Digital Lab soll gemeinsam zur Vorstellung der branchenübergreifenden Anwendungsfälle genutzt werden.

„Wir entwickeln hier als Vorreiter die Lösungen der Zukunft und gehen gemeinsam neue Wege für Cobots, Automatisierung und tief in der industriellen Wertschöpfung verankerte IIoT-Plattformen“, erklärt Bernhard Kirchmair, Chief Digital Officer bei Vinci Energies Deutschland.

Schwerpunkt liegt auf produzierendem Gewerbe

Actemium, Axians und Kuka wollen über die Zusammenarbeit ihr Portfolio um konkrete IIoT-Lösungen erweitern, die sie dann in ihren jeweiligen Märkten anwenden können. Ein Schwerpunkt liegt auf dem produzierenden Gewerbe.

Neben den Industrie-4.0-Technologien wird in einem nächsten Schritt die Ausweitung des Portfolios der roboterbasierten Automatisierung der Actemium forciert. Die strategische Partnerschaft ist auf kurz- und langfristige Synergien ausgerichtet, um das Prinzip des gemeinsamen Manufacturing Ecosystems im Markt zu etablieren.

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