Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich viele Arbeitsabläufe effizienter gestalten und damit Mitarbeiter entlasten. Beispielsweise kann die Nutzung spezieller Software in der Verwaltung bei der Dokumentenablage unterstützen und Chatbots können den Kundendienst von Unternehmen verbessern.

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Wie kleine und mittlere Unternehmen von KI profitieren können Künstliche Intelligenz im Mittelstand

19.04.2022

Während Künstliche Intelligenz (KI) früher hauptsächlich für große Konzerne relevant war, rückt sie mittlerweile vermehrt in den Fokus von kleinen und mittleren Betrieben. Denn auch mittelständische Unternehmen können die Vorteile der Technologie für sich nutzen. Viele scheuen jedoch Aufwand und Kosten. Dass sich KI für Mittelständler lohnen kann und welche Möglichkeiten sie für deren Geschäftsprozesse und Wettbewerbsfähigkeit bietet, zeigt Christina Müller, Expertin von der Nürnberger Versicherung, auf.

KI ist längst kein Hype mehr – dennoch bleibt noch viel Potenzial ungenutzt. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte von 2020 verbinden 38 Prozent der Entscheider aus mittelständischen Unternehmen KI mit „selbstständigen Entscheidungen“, die durch einen Computer getroffen werden.

Generell bezeichnet Künstliche Intelligenz jene Wissenschaft, die sich damit befasst, Aufgaben durch Maschinen lösen zu lassen. In der Praxis heißt das: Konkrete Anwendungsprobleme wie beispielsweise Vorhersagen mit Methoden aus der Mathematik und Informatik zu lösen. Die Software besitzt die Fähigkeit, dazuzulernen und sich selbst zu optimieren.

„Ziel von KI-Anwendungen ist es nicht, die Belegschaft in den Betrieben zu ersetzen, sondern sie als technologisches Hilfsmittel bei speziellen Aufgaben zu unterstützen“, so Christina Müller von der Nürnberger Versicherung.

Welche Einsatzmöglichkeiten bietet KI im Mittelstand?

Die Sorge vieler kleiner und mittlerer Betriebe: Künstliche Intelligenz im Unternehmen zu installieren und zu implementieren ist kompliziert und aufwendig. Das stimmt nur zum Teil, denn mithilfe der intelligenten Software lassen sich viele Arbeitsabläufe effizienter gestalten, verkürzen oder automatisieren.

Zum Beispiel in der Verwaltung, wo spezielle Software scannt, digitalisiert und Dokumente automatisch einordnet. Ein anderes Beispiel ist der Kundendienst. „Hier können Chatbots dazu beitragen, dass Kunden nicht in der Warteschleife hängen bleiben, sondern umgehend eine individuelle Beratung erhalten – und das rund um die Uhr“, erläutert die Expertin von der Nürnberger Versicherung.

Ein weiterer Vorteil: Die Mitarbeiter werden dadurch entlastet und können sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren. Auch im Bereich der Produktion findet KI Anwendung. „Bei der industriellen Fertigung kann sie beispielsweise dabei helfen, Fehler im Produktionsablauf und bevorstehende Störungen zu erkennen“, so Müller. Außerdem haben Betriebe mit dieser Technologie die Möglichkeit, Fertigungsteile zu prüfen und Qualitätskontrollen durchzuführen.

In der Logistik kann KI-Software zum Beispiel die Nachfrage für unterschiedliche Waren nach Regionen auswerten, Prognosen erstellen, Verteilungsprozesse effizienter machen und auf diese Weise die Lagerbestände optimieren.

Ausfall der Technik: Ein Risiko für den Betrieb

In Zukunft werden immer mehr mittelständische Unternehmen Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz in ihre Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe integrieren, um so Ressourcen einzusparen sowie die Planbarkeit, das Datenmanagement, die Kundenzufriedenheit, die Betriebssicherheit und die Qualität und Distribution der Ware zu verbessern.

Doch die Chancen, die KI für Unternehmen bietet, sind auch mit einem Risiko verbunden, weiß die Expertin der Nürnberger Versicherung: „Technik ist grundsätzlich anfällig. Funktioniert sie nicht mehr, kommt es häufig zu einer Unterbrechung der Arbeitsabläufe und Reparaturen sind meist kostspielig.“

Eine Lösung bieten Elektronikversicherungen. „Mit der Allgefahrendeckung der Nürnberger Elektronikversicherung sind Ausfälle von elektronischen Anlagen und Geräten – egal ob bei Schäden durch Unvorsichtigkeit, Fallenlassen, Vorsatz Dritter, Kurzschluss, Nässe oder Bedienfehler – abgesichert. Sie kommt aber auch für Schäden am Betriebssystem der elektronischen Geräte und Anlagen auf“, erläutert Müller. Ist die Technik beschädigt, übernimmt die Versicherung die Kosten für eine Reparatur oder bei einem Totalschaden die Aufwendungen für eine technisch gleichwertige Ausstattung.

Ein weiterer Vorteil: „Die Nürnberger Elektronikversicherung leistet auch bei Verlust oder Beschädigung von Daten und Software, Schäden an Datenträgern und auch, wenn die Daten versehentlich gelöscht wurden. Auf Wunsch ist zudem eine Absicherung gegen Brand, Explosion, Einbruch, Blitz und weitere Risiken möglich“, ergänzt Müller.

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