Ein Comau Racer5 bestückt mit einem Schunk Co-act Greifer EGP ein Gehäuse mit Platinen. Die fertig montierte Baugruppe übergibt der Roboter an den neben ihm arbeitenden Mitarbeiter zur Verschraubung und Qualitätsprüfung.

Bild: Schunk
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Schunk auf der Hannover Messe Intelligenz im Griff

22.03.2017

Smarte Greifer mit Feingefühl für reibungslose MRK in der Industrie 4.0 stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Schunk auf der diesjährigen Hannover Messe.

Wie die Handhabung in der Smart Factory aussehen kann, zeigt Schunk auf der Hannover Messe 2017 anhand zahlreicher Live-Applikationen.

Mensch-Roboter-Kollaboration mit Fingerspitzengefühl

Im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration wartet der Ausstatter von Robotern und Produktionsmaschinen mit sechs unterschiedlichen Co-act-Demonstratoren auf. Diese sollen die Potenziale einer barrierefreien Zusammenarbeit von Mensch und Roboter veranschaulichen.

Das Highlight ist der mit einer sensorischen Aura ausgestattete, intuitiv bedienbare Schunk Co-act Greifer JL1. Laut Hersteller ist er als weltweit erstes intelligentes Greifmodul für die Mensch-Roboter-Kollaboration in der Lage, unmittelbar mit dem Menschen zu interagieren und zu kommunizieren. Zudem präsentiert Schunk die Fünf-Fingerhand Schunk SVH. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten DGUV-zertifizierter MRK-Greifer.

Smarte Greifer - smartes Handling

Dass Greifsystemlösungen für die Industrie 4.0 schon heute realisiert werden können, zeigt Schunk am Beispiel eines Nutzentrenners für die Leiterplattenproduktion. Das smarte, elektromechanische Greifmodul SchunkEGL 90 Profinet vereint in der Applikation Handhabung, Bauteilvermessung und -identifikation sowie eine integrierte Qualitätskontrolle ohne externe Sensorik.

Prozessdaten effizient abgreifen

Die vom Greifer erfassten Prozessdaten werden noch auf Ebene des Greifmoduls in unmittelbar nutzbare Informationen verarbeitet. Sie stehen über eine einzige Schnittstelle sowohl innerhalb der Anlage zur Inline-Prozessregelung, als auch auf Cloudlösungen für Data Analytics zur kurz-, mittel- und langfristigen Prozessoptimierung zur Verfügung. Über ein webbasiertes Cockpit lassen sich die Informationen zur Bauteil- und Prozessqualität annähernd in Echtzeit auf beliebigen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablet-Computern anzeigen und auswerten.

Digitaler Zwilling ermöglicht Simulation der virtuellen Fabrik

Um auch die Planung und Auslegung smarter Handling-Lösungen einfach zu gestalten, wird Schunk in Kooperation mit Siemens PLM Software seine elektrisch gesteuerten Greifsystemkomponenten vollständig als digitale Zwillinge digitalisieren.

Die digitalen Abbilder versetzen Anwender und Systemintegratoren in die Lage, ihren Engineering-Prozess vom Konzept über Mechanik, Elektrik und Software bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme parallel abzubilden und auch hochintegrierte Handhabungsszenarien in virtuellen Simulationsumgebungen realitätsnah zu plausibilisieren.

Bildergalerie

  • In dieser Anwendung führt ein Kuka LBR iiwa mit einem Schunk Co-act Greifer EGP einen Motoradapter zu einem Motorblock, positioniert ihn und hält ihn während der Verschraubung in Position. Die Feinjustage und Verschraubung erfolgen durch den Mitarbeiter per Hand.

    Bild: Schunk

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