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„Integrated Industry - Industrial Intelligence“ ist das leitthema der diesjährigen Hannover Messe.

Bild: Pixabay, geralt

Motto der Hannover Messe 2019 „Im Zuhause der Industrie 4.0“

11.02.2019

Das Leitthema der Hannover Messe 2019 vom 1. bis 5. April heißt „Integrated Industry - Industrial Intelligence“. Welche Schwerpunkte sich dahinter verbergen und warum ein Besuch lohnt, erläutert Arno Reich, Senior Vice President Industry, Energy & Logistics, Deutsche Messe, im Gespräch mit A&D.

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Welche Trends sehen Sie für die fertigende Industrie?

Mit unserem Leitthema ‚Integrated Industry - Industrial Intelligence‘ treffen wir schon sehr genau den wesentlichen Trend in der fertigenden Industrie, nämlich die digitale Vernetzung von Menschen und Maschinen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Mit KI und Machine Learning können Sie heute schon auf Basis eines umfassenden Managements relevanter Daten Betriebszustände fortlaufend optimieren oder Fehler und Störungen sicher voraussagen. Dieses Wissen basiert auf der Vernetzung von Produktionsdaten, die wiederum auf – auch das ist ein Trend – Plattformen zusammenkommen. Und als Voraussetzung dessen haben wir ganz allgemein die Entwicklung, dass Automation und IT immer enger zusammenwachsen. Beide Bereiche erweitern aktuell ihre Kompetenzen in der jeweils anderen Branche. Das erleben wir auch auf der Hannover Messe 2019.

Das Buzzword Industrie 4.0 ist mittlerweile nicht mehr so en vogue. Wie und wo wird das Thema auf der Messe präsentiert?

Es ist das Schicksal von Buzzwords: Irgendwann sind sie so oft gefallen, dass es manche nicht mehr hören mögen. An den Tatsachen ändert das aber nichts. Die digitale Transformation der Industrie ist in vollem Gange und ihre Auswirkungen sind so umfassend, dass sie uns weiterhin intensiv beschäftigen. Die digitalisierte und vernetzte Fertigung kommt nicht aus der Mode, sie kommt jetzt überall an. Insofern kann es nicht verwundern, dass wir das Thema Integrated Industry oder auch Industrie 4.0 in allen Bereichen der Hannover Messe finden, besonders natürlich in den Hallen mit den Themen Integrated Automation und Digital Factory. Wichtige Treffpunkte zum Austausch sind beispielsweise auch die Foren wie etwa das Forum Industrie 4.0, das Forum Automation und das Forum Motion & Drives – aber auch Highlights wie der Industrial Pioneers Summit.

Wo informieren sich die Besucher über die Trends der Digitalisierung: über Augmented Reality, Cloud, Software, ERP, MES, Analytics-Lösungen, KI, und Dienstleistungen?

Die Hannover Messe ist heute die größte B2B-Plattform der Welt im Segment Digitale Fabrik. Mit den Softwarefragen entlang der industriellen Wertschöpfungskette befassen sich in erster Linie die Unternehmen in den Hallen 5, 6, 7 und 8, also im Bereich Digital Factory. Schon seit einigen Jahren boomt dieser Bereich enorm und ist damit ein geeignetes Beispiel für den Siegeszug von Industrie 4.0 und Vernetzung. Es sind die Aussteller der Digital Factory, die mit ihren Lösungen wichtige Bausteine dafür schaffen, dass ein Leitthema wie Industrial Intelligence möglich ist.

Welche Aussteller finden sich hier?

Um ein paar Beispiele zu nennen: KI, Machine Learning und VR/AR spielen auf den Ständen von Microsoft, IBM, SAP oder Huawei eine wichtige Rolle. Im Bereich MES und Data Analytics sind Viastore, mpdv, Itac Software oder PSI zu nennen. CAD PLM oder Additive Manufacturing vertreten Unternehmen wie Siemens, Autodesk, Dassault oder EPLAN. ERP zeigen Abas Software, Oracle oder Salesforce. Und wenn wir über Businessplattformen sprechen, sollten Namen wie Amazon Web Services, Telekom, Axoom oder Voith Digital fallen. Auch im Bereich Industrial Security haben wir einiges zu bieten. Die Reise nach Hannover wird sich definitiv lohnen.

Bekommt dieser Bereich jetzt noch mehr Aufwind durch die Absage der CeBIT?

Auch wenn die CeBIT jetzt Geschichte ist, möchte ich doch noch einmal kurz betonen, was die beiden Veranstaltungen unterschieden hat. Wer sich als IT-Spezialist an die Zielgruppe der Industrie wenden wollte, war schon in den zurückliegenden Jahren auf der Hannover Messe richtig. IT-Konzerne haben aber sehr unterschiedliche Branchen, die für sie relevant sind. Insofern waren CeBIT und Hannover Messe keine direkte Konkurrenz. Dass es Unternehmen gab, die auf beiden Messen ausgestellt haben, ergibt sich logisch daraus, dass im Zuge der Digitalisierung die Industrie zu einer wesentlichen Zielgruppe für die ITK-Branche geworden ist. Einige Themen der ehemaligen CeBIT bieten sich aber durchaus dazu an, sie auf der Hannover Messe abzubilden. Das gilt etwa für Data Analytics, ERP und AI. Den ehemaligen CeBIT-Ausstellern, die sich damit jetzt einem ausschließlichen Industriepublikum präsentieren wollen, bieten wir auf der Hannover Messe eine sehr attraktive neue Heimat.

Bildergalerie

  • Arno Reich ist Senior Vice President Industry, Energy & Logistics der Deutsche Messe.

    Bild: Deutsche Messe

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