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Pumpen & Kompressoren Hat man Pumpen fürs Leben, 
Herr Borghoff?

06.11.2015

Dreißig Jahre sind Pumpen oft im Einsatz. Gleichzeitig drängen Pumpenhersteller weltweit mit Produktneuerungen auf den Markt und liefern sich dabei mitunter einen Preiskampf. Eine andere Strategie verfolgt man bei Gather Industrie. Der Wülfrather Spezialist für Dosier-Prozesspumpen fertigt ausschließlich in Deutschland, wie Vertriebschef Sven Borghoff im Interview erklärt.

Ob man Pumpen fürs Leben hat, ist schwer zu sagen. Die Lebensdauer unserer Pumpen hängt jeweils ab vom Pumpentyp und den Einsatzbedingungen. Eine pauschale Aussage zu deren Lebensdauer zu treffen, wäre aus diesem Grund nicht seriös.

Unsere Pumpen kommen schließlich besonders häufig dann zum Einsatz, wenn andere, günstigere Pumpen die gewünschte Lebensdauer nicht erreichen würden oder der Anwender bereits gute Erfahrungen mit unseren Modellen gesammelt hat. Die Einsatzfälle sind damit in der Regel keine 08/15-Anwendungen.

Gather-Pumpen werden für nicht schmierende Flüssigkeiten wie Wasser, Wasserstoffperoxid, wässrige Lösungen, Salzlösungen, Lösungsmittel, aber auch für Säuren und Laugen eingesetzt. Bei den Zahnradpumpen handelt es sich also um ein schlecht geschmiertes Getriebe und sie erfüllen trotzdem die Auflagen einer langlebigen Chemie-Prozesspumpe. Durch die Magnetkupplung sind die Pumpen hermetisch geschlossen und nahezu wartungsfrei. Das Augenmerk liegt hier auf dem einsatzbedingten Verschleiß der Gleitlager und Zahnräder beziehungsweise der Laufräder bei unseren Mini-Kreiselpumpen.

So gibt es Pumpen, die seit weit über zehn Jahren 24 Stunden am Tag durchlaufen und die trotzdem bis heute nicht angerührt werden mussten. Auf der anderen Seite stehen selbstverständlich auch Pumpen, die wegen der besonders kritischen Einsatzbedingungen nach einem Jahr repariert oder ersetzt werden müssen.

In den Preiskampf, den sich einige Pumpenhersteller liefern, steigen wir nicht ein. Wir verfolgen eine andere Strategie: Unsere Ingenieure beraten den Kunden vor Ort und suchen Lösungen für den speziellen Einsatzfall, indem wir dann aus unserem modularen System die bestgeeignete Materialpaarung heraussuchen und nicht die Pumpe aus einem Katalog auswählen. Kommen Neuerungen zum Einsatz, sind dies zunächst Einzellösungen, die allerdings in der Vergangenheit häufig den Weg ins modulare System gefunden haben. Es geht unseren Kunden nicht primär um den Preis, sondern darum von uns eine ordentliche, stabile Lösung zu bekommen, deren Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Auch wenn einige Stimmen sagen, die Marke „Made in Germany“ habe unter dem Volkswagen-Skandal gelitten, merken wir das nicht an unserem Geschäft. Gather agiert international und unsere Kundenbeziehungen basieren auf langjährigem Vertrauen. Dieses wird nicht durch andere Firmen beeinflusst oder eingetrübt. Generell sind wir bisher mit dem Geschäftsjahr 2015 zufrieden.

Wir produzieren ausschließlich in Deutschland. Um die Produkte der Gather Industrie herzustellen, sind Maschinen nötig, die in höchster Präzision fertigen können. Die Montage und Tests erfordern höchste Konzentration und Geschick. Dies kann nur durch geschultes Fachpersonal gewährleistet werden. Im Ausland wäre dies genauso aufwendig und daher auch nicht günstiger zu realisieren. Die Produktion in unserem neuen Werk in Wülfrath garantiert Liefertreue, gute Verfügbarkeit der Produkte, eine hohe Flexibilität und eine gleich bleibende, gute Qualität.

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