Das deutsche Unternehmen e.battery systems entwickelt und fertigt Batterien für Elektrofahrzeuge, Baumaschinen und Industrieanlagen sowie Energiespeicher-Lösungen für Industrie und Gewerbe.

Bild: e.battery systems

Produktion von mehreren 10.000 Stück pro Jahr in Planung Fahrzeugbatterien für den indischen Markt produzieren

09.08.2022

Der Vorarlberger Batteriespezialist e.battery systems und das indische Unternehmen Amara Raja Batteries starten die gemeinsame Entwicklung der ersten flüssiggekühlten Batterie für Zwei- und Dreiradfahrzeuge in Indien. Die Batterie mit wird speziell für den stark wachsenden indischen Markt für E-Roller und E-Rikschas konzipiert und soll Anfang 2023 getestet werden.

Mit rund 15 Millionen Neuzulassungen pro Jahr ist Indien der zweitgrößte Motorradmarkt der Welt. Der Anteil an E-Rollern beträgt derzeit etwa zwölf Prozent – Tendenz stark steigend. Das gilt auch für den wachsenden Markt für elektrische Rikschas. Das österreichische Technologieunternehmen e.battery systems mit Sitz in Wolfurt und Amara Raja Batteries, Indiens zweitgrößter Batteriehersteller, entwickeln ab sofort gemeinsam sichere, langlebige und effiziente Lithium-Ionen-Batterien für Zwei- und Dreiradfahrzeuge. Die Serienproduktion soll im Herbst 2023 beginnen.

Anfang August unterzeichneten die beiden Unternehmen am Firmensitz von Amara Raja Batteries in Hyderabad im südindischen Bundesstaat Telangana eine langfristige Vereinbarung zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung der ersten tauschbaren Batterie mit Immersionskühlung am indischen Markt. Bei der innovativen Technologie werden die Batteriezellen von einer nichtleitenden Flüssigkeit umspült. Das sorgt für eine gleichmäßige Kühlung und ermöglicht schnellere Ladevorgänge.

„In Indien kann es sehr heiß werden. Da stehen Sicherheit und eine präzise Temperaturkontrolle an oberster Stelle. Eine Immersionsflüssigkeit kühlt effizienter sowie effektiver als herkömmliche Verfahren und verlängert damit die Lebensdauer der Batterie um bis zu 30 Prozent“, erklärt Christopher Schöpf, Gründer und CEO von e.battery systems.

Hohes Marktpotenzial

Anfang 2023 wollen e.battery systems und Amara Raja Batteries die ersten Prototypen testen und anschließend mit der Zertifizierung starten. Die Produktion soll ab Herbst 2023 aufgenommen werden. Dazu werden die beiden Unternehmen gemeinsam eine teilautomatisierte Produktionslinie am Standort in Indien errichten. Im ersten Schritt sollen die führenden Hersteller elektrisch betriebener Zwei- und Dreiradfahrzeuge mit mehreren 10.000 Batterien pro Jahr beliefert werden.

Schöpf sieht enormes Potenzial in der internationalen Kooperation: „Die Nachfrage am indischen Markt steigt rasant und die Technologie lässt sich auch für andere E-Mobilitätssektoren adaptieren. Mit unserem technischen Know-how verschaffen wir den Fahrzeugherstellern einen Marktvorsprung.“

Mit der Investition in die Lithium-Ionen-Technik erweitert das auf Blei-Säure-Batterien für Industrie- und Automobilanwendungen spezialisierte indische Großunternehmen sein Portfolio. „Wir konzentrieren uns auf maßgeschneiderte Batteriesysteme. Gemeinsam mit e.battery systems realisieren wir eine weitere zukunftsweisende Lösung und ermöglichen so den Übergang zum emissionsfreien Verkehr“, betont Vikramaditya Gourineni, Executive Director von Amara Raja Batteries.

Bildergalerie

  • e.battery systems und Amara Raja Batteries vereinbaren die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Batterien für Zwei- und Dreiradfahrzeuge für den indischen Markt. Im Bild (v. l. n. r.): Daiva Prakash (General Manager Product Development New Energy Business bei Amara Raja Batteries), Vikramaditya Gourineni (Executive Director New Energy Business bei Amara Raja Batteries), Christian Schlögl, CSO von e.battery systems, Christopher Schöpf, Gründer und CEO von e.battery systems, und Vijayanand S (President New Energy Business bei Amara Raja Batteries).

    Bild: e.battery systems

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