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Für funktional sichere Computer-on-Modules müssen alle Komponenten inklusive des gesamten BSP für die FuSa-Zertifizierung vorbereitet sein.

Bild: Congatec

Computer-on-Modules und Design-Services Embedded-Entwickler steigt in funktionale Sicherheit ein

04.07.2022

Auf der Embedded World 2022 hat Congatec bekanntgegeben, massiv in funktionale Sicherheit (FuSa) zu investieren. Der Hersteller will funktional sichere Embedded-Computing-Plattformen für verschiedene neue Applikationen anbieten, von der industriellen Fertigung und kollaborativen Robotik bis hin zu autonomen Fahrzeugen für Werkshallen, Schienen und Straßen.

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Funktional sichere Systeme finden Anwendung in vielen unterschiedlichen Bereichen. In entsprechenden Applikationen geht der Trend zudem hin zur Hardwarekonsolidierung. Das führt dazu, dass gemischt-kritische Anwendungen auf funktional sicheren eingebetteten Multicore-Systemen betrieben werden müssen, um mehrere sicherheits- und nicht-sicherheitskritische Aufgaben parallel bewältigen zu können. Auf x86 basierende Embedded-Multicore-Plattformen bieten ein solides Fundament für solche Systeme, weshalb Congatec sie jetzt für die Zertifizierung nach FuSa-Standards wie IEC 61508 und ISO 13849 qualifiziert.

FuSa-befähigte Hardware und hardwarenahe Software sind grundlegende Bausteine für jedwede sicherheitskritische Applikation und erfordern einen detaillierten Blick auf alle ihre Komponenten“, sagt Konrad Garhammer, CTO von Congatec. „OEMs, die ein Computer-on-Module als applikationsfertigen Baustein – inklusive aller relevanten Softwarekomponenten wie Bootloader, Hypervisor und BSP – verwenden, das bereits für funktionale Sicherheit zertifizierbar ist, können viel Zeit und Geld sparen. Sie müssen nur noch das kundenspezifische Carrierboard und entsprechende Adaptierungen für die Zertifizierung qualifizieren.“ Ein Beispiel für solche FuSa-Building-Blöcke wurde auf der diesjährigen Embedded World in einer Live-Demo präsentiert.

FuSa-Module einsatzbereit

Auf dem für funktionale Sicherheit vorbereiteten COM-Express-Mini-Modul Conga-MA7, das die für FuSa qualifizierte Intel-CPU x6427FE mit Safety-Island-Support integriert, läuft eine FuSa-Demo-Applikation auf Basis des RTS-Hypervisors und integriertem Echtzeit-Linux. Damit will Congatec zeigen, dass das Unternehmen mit der Qualifizierung der ersten Computer-on-Modules, basierend auf der Intel-Atom-x6000-E-Prozessortechnologie, bereits weit fortgeschritten ist, wobei weitere Module noch folgen sollen. OEMs können damit sofort beginnen, die für funktionale Sicherheit qualifizieren Module und BSPs von Congatec sowie eigene Softwarekomponenten in ihre Applikationsplattformen zu implementieren.

Congatec unterstützt OEMs auch bei allen Customization-Anforderungen compliant zu ihren spezifischen Zertifizierungsanforderungen. Das umfasst sowohl die Auswahl der Komponenten und ihre Implementierung auf Carrierboards als auch den OS- und Hypervisor-Support oder die Implementierung von I/O-Treibern.

Schneller am Markt

Um Computer-on-Modules für einen sicheren Betrieb zu qualifizieren, müssen alle Komponenten sowie das gesamte BSP für die FuSa-Zertifizierung vorbereitet sein, einschließlich der Sicherheitshandbücher (Safety Manuals) und allen weiteren erforderlichen Dokumentationen. Auch alle organisatorischen Prozesse und Dokumente, die während der Entwicklung und Tests erstellt werden – wie FMEDA (Failure Modes, Effects and Diagnostic Analysis) sowie der Verifikations- und Validierungsprozess (V&V) –, müssen mit den Zertifizierungsanforderungen in Einklang gebracht und von externen Gutachtern geprüft werden.

Das alles ist ab sofort bei Congatec erhältlich. Kunden können ihre FuSa-Projekte dadurch sofort starten und von einer schnelleren Markteinführung, niedrigeren Kosten und geringerem Implementierungsrisiko profitieren.

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