Der Elektrorennwagen ID.R bricht mit Simulationslösungen von Ansys den Zeitrekord auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt.

Bild: Volkswagen

Simulationslösung für Batteriemanagement Elektrorennwagen bricht Zeitrekord am Nürburgring

05.06.2019

Der vollelektrische Rennwagen ID.R von Volkswagen bricht den zweiten Geschwindigkeitsrekord für Elektrofahrzeuge in Folge und demonstriert so die Leistungsfähigkeit der E-Mobilität. In die Entwicklung des Rennwagens flossen Simulationslösungen von Ansys mit ein.

Der Rennwagen ID.R von Volkswagen Motorsport hat den Rundenrekord für Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife gebrochen. Damit sichert er seinen Platz in der Rennhistorie. Der Volkswagen-Pilot Romain Dumas fuhr in 6 min, 5 s und 336 ms ins Ziel. Die durch die Ansys-Simulationen verbesserte Batterie des ID.R. sorgte dabei für elektrische Effizienz auf der anspruchsvollen deutschen Rennstrecke.

Die technischen Herausforderungen

Mit dem Ziel, den Rekord zu brechen, stand Volkswagen Motorsports bei der Entwicklung vor einer technischen Herausforderung. Die Nordschleife am Nürburgring gilt international als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Die engen Kurven und steilen Steigungen des Kurses erfordern Beschleunigung und Abbremsung.

Dies führt zu starken Temperaturschwankungen, die die Batterie des ID.R. belasten und ein Temperaturgefälle verursachen könnten, das möglicherweise zum Abschalten geführt hätten. Eine weitere Herausforderung sind die sehr langen Vollgaspassagen, die zusätzlich hohe Anforderungen an das Batterie- und Temperaturmanagement stellen.

Simulation spart aufwendigen Testprozess

Um diese Hindernisse zu überwinden, nutzten die Ingenieure von Volkswagen Motorsport Ansys Fluids. Damit wurden verschiedene neue Kühlsysteme der ID.R-Batterie getestet, um das aerodynamische Design des Fahrzeugs nicht zu beeinträchtigen.

Die Ingenieure nutzten die Technologie auch, um einen digitalen Zwilling zu entwickeln, der die Leistung des Fahrzeugs auf der Strecke virtuell simuliert. Dieser zeigte, dass die Batterie auf dem anspruchsvollen Kurs leistungsfähig genug war, um den ID.R. ins Ziel zu bringen. Mit den Simulationslösungen konnten die Ingenieure komplett auf den teuren und zeitaufwendigen Trial-and-Error-Testprozess mit einem physikalischen Prototyp verzichten.

Exemplarisch für das Potenzial von Elektroautos

Der neueste Rekord des ID.R folgt dem Rekordlauf des vergangenen Jahres beim Pikes Peak International Hill Climb. Auch bei diesem Rennen halfen Simulationslösungen von Ansys, den Titel des schnellsten Autos aller Zeiten auf der Strecke zu erringen.

„Nach dem Rekord von Pikes Peak hat der ID.R. erneut die Kraft der Elektromobilität unter Beweis gestellt, indem er den Elektrozeitrekord auf der legendären Nürburgring Nordschleife gebrochen hat. Er gibt damit der Welt einen Einblick in das enorme Potenzial, das Elektroautos in Zukunft auf normalen Straßen bieten können“, sagt Sven Smeets, Direktor von Volkswagen Motorsport.

Ansys-Simulationen seien dabei ausschlaggebend für die Verbesserung des Temperaturmanagements der Batterie im ID.R gewesen. „Sie halfen dabei, eine ausreichende Wärmeabfuhr und eine gleichmäßige Temperatur zu gewährleisten, ohne dabei die aerodynamische Leistung des Fahrzeugs zu beeinträchtigen“, erklärt Smeets.

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