Den Mitarbeitern von Bosch Packaging Technology werden im Zuge der Veräußerung verschiedene Sicherheiten zugesprochen, die an individuelle Konditionen angepasst sind.

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Update zum geplanten Verkauf Einigung zur Absicherung der Mitarbeiter getroffen

21.01.2019

Bosch und der Bosch-Geschäftsbereich Packaging Technology (PA) haben mit den Arbeitnehmervertretern des Geschäftsbereiches und Vertretern der IG Metall eine Einigung zum Verkauf des Geschäftsbereiches erzielt. Diese Einigung regelt die Absicherung der Mitarbeiter während des Verkaufsprozesses und im Anschluss an den geplanten Verkauf. Sie gilt für die deutschen Standorte.

Im Sommer 2018 hatte Bosch angekündigt, sein Geschäft mit Verpackungsmaschinen mit den Bereichen Food und Pharma veräußern zu wollen. „Unser Ziel in den Verhandlungen war es, mit den Arbeitnehmervertretern ausbalancierte Rahmenbedingungen zu vereinbaren – sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“, sagt Torsten Kurz, Mitglied des Bereichsvorstands Packaging Technology. „Die Verhandlungen waren durchaus kontrovers, wurden jedoch von allen Beteiligten sehr konstruktiv geführt und gemeinsam erfolgreich abgeschlossen.“

Individuelle Umstände berücksichtigt

„Seit Herbst 2018 haben wir in mehreren Verhandlungsrunden Eckpunkte zur Absicherung der Mitarbeiter während und nach dem Verkauf vereinbart. Berücksichtigt ist dabei ebenfalls die jeweilige unterschiedliche Situation an den deutschen Standorten“, sagt Andreas Biermayer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des Bosch-Geschäftsbereiches Packaging Technology. Im Fokus des Gesamtbetriebsrats stehe jeder einzelne Mitarbeiter mit seinem jeweiligen Job und den damit verbundenen Bedingungen.

Im Zuge der Verhandlungen soll der Fortbestand der Standorte in Deutschland für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion gesichert worden sein. Darüber hinaus sei es gelungen, „verbindliche Zukunftsinvestitionen zu vereinbaren“, so Biermayer. In Deutschland beschäftigt PA 3.300 Mitarbeiter an den Standorten Waiblingen, Crailsheim, Viersen, Dresden, Schopfheim, Königsbrunn, Remshalden, Dierdorf und Frankfurt.

„Ein positives Signal an mögliche Investoren“

„Die Einigung beinhaltet verschiedene Sicherheiten für die Mitarbeiter. So bleiben die zum Zeitpunkt des Verkaufs geltenden Tarifbindungen von PA für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren nach dem Verkauf bestehen“, stellt Uwe Bauer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Schwäbisch Hall fest. „Zudem konnten wir erreichen, dass an den Standorten Schopfheim und Dresden Verhandlungen über den Abschluss von Haustarifverträgen aufgenommen werden.“

Darüber hinaus regelt die Einigung viele Eckpunkte zum Fortbestand der aktuellen betrieblichen Regelungen. Hinzu kommen Investitionszusagen für 2019 und eine Absicherung der derzeitigen Beschäftigungsbedingungen. „Insgesamt ist die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern auch ein positives Signal an mögliche Investoren“, sagt Kurz. Die Arbeitnehmervertretungen haben zugesichert, die vorgesehenen Maßnahmen wie bisher konstruktiv zu begleiten.

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