Es braucht inzwischen mehr als die menschliche Arbeitskraft, um in der Industrie erfolgreich zu sein. Daher versuchen nun. ABB und IBM gemeinsam künstliche Intelligenz in die Industrie einzuführen.

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Strategische Partnerschaft ABB und IBM bringen gemeinsam künstliche Intelligenz voran

22.05.2017

Maschinen sollen Daten nicht nur verarbeiten, sondern auch verstehen: Im Rahmen der Kooperation wollen die Unternehmen ABB und IBM künstliche Intelligenz stärker in der Industrie integrieren.

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ABB und IBM haben vor geraumer Zeit eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, die das Digitalangebot ABB Ability mit den kognitiven Fähigkeiten von IBMs Watson IoT zusammenführt. Die ersten beiden gemeinsamen Industrielösungen von ABB Ability und Watson liefern kognitive Erkenntnisse in Echtzeit für die Produktion und Smart Grids.

Zusammenarbeit mit Mehrwert

Die von ABB und IBM entwickelten Lösungen sollen Unternehmen dabei helfen einige große, industrielle Herausforderungen – wie Qualitätssicherung und Ausfallzeiten – besser angehen zu können. Da sie nicht nur zum Sammeln von Daten dienen, wird es kognitiven Industrieanlagen und Maschinen ermöglicht, die Daten nicht nur zu verarbeiten, sondern sie zu verstehen, Rückschlüsse aus ihnen zu ziehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeiter in der Industrie zu unterstützen.

So sollen ineffiziente Prozesse und redundante Aufgaben vermieden werden und Mitarbeiter mehr Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten erhalten.

Einbindung von KI in die Industrie 4.0

„Die Zusammenarbeit mit ABB ermöglicht Watson eine noch stärkere Einbindung in industrielle Anwendungen – von der Fertigung über die Energieversorgung bis hin zum Transportsektor und zu anderen Bereichen“, sagte Ginni Rometty, Chairman, Präsident und CEO von IBM. „Die Daten, die Industrieunternehmen mit ihren Produkten, Anlagen und Systemen erzeugen, versprechen exponentielle Fortschritte in Innovation, Effizienz und Sicherheit. Mit Watsons kognitiven Fähigkeiten und der Unterstützung unserer Plattform für die Industrie kann diese umfangreiche neue Ressource Mehrwert schaffen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ABB in diesem neuen industriellen Zeitalter.“

Schnelle Fehlererkennung

ABB und IBM wollen zum Beispiel die künstliche Intelligenz von IBM Watson nutzen, um Fehler mithilfe von Echtzeit-Produktionsbildern zu finden, die von einem ABB-System erfasst und anschließend mit IBM Watson loT for Manufacturing analysiert werden sollen. Diese Prüfungen wurden zuvor manuell durchgeführt, ein oftmals langsamer und fehleranfälliger Prozess. Die kognitiven Echtzeit-Erkenntnisse von IBM Watson in der Produktion verbunden mit der industriellen Automationstechnologie von ABB sollen es Unternehmen ermöglichen, ihr Produktionsvolumen zu steigern und gleichzeitig die Genauigkeit und Konsistenz zu verbessern.

Künstliche Intelligenz im Energiemanagement

Mithilfe von IBM Watson soll es zudem möglich gemacht werden, die Angebots- und Nachfragemuster für Strom anhand von historischen Daten und Wetterdaten vorherzusehen. Damit kann der Betrieb und die Wartung der heutigen Smart Grids optimiert werden, die aufgrund des neuen Verhältnisses von konventionellen und erneuerbaren Energiequellen an Komplexität zunehmen. Anhand der Vorhersagen für Temperatur, Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit soll die Nachfrage prognostiziert werden, wodurch Energieversorger das Lastmanagement und die Echtzeit-Preisbildung optimieren können.

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