Die ZeroCon-Rohrverschraubung ist CIP/SIP-geeignet.

Bild: Schwer Fittings

ZeroCon-Verschraubungen Die neue Generation von Rohrverschraubungen

06.09.2018

Die neue Generation „Dichtigkeit“ wird durch Materialgleichheit von Dichtung und Flanschverbindung erreicht. Mit den vielen Vorteilen erschließen sich der ZeroCon-Verschraubung viele branchenübergreifende Anwendungen.

Im Hochdruck wie auch im Vakuum: Beständigkeit gegen aggressive Medien, hohe Temperaturen und der Einsatz überall dort, wo höchste Reinheit gefordert wird. Für den Einsatz in aseptischen Produktionen für geschlossene aseptische Rohrsysteme mit integrierten Verfahren zum Cleaning-in-Place (CIP) und Sterilization-in-Place (SIP).

Eine Dichtung für alle Anwendungen

Die Entwicklung eines speziellen metallischen Dichtrings war die Grundvoraussetzung für diese neue Verschraubung und deren Anwendungen. Durch diesen metallischen Dichtring ist die Verbindung mit Heißdampf problemlos sterilisierbar und wesentlich beständiger gegen aggressive Medien als Weichdichtungen, wie sie bis jetzt im Einsatz sind. Sie ist temperaturstabil von -270 bis 300 °C und unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen (zum Beispiel auch gegenüber Salzwasser). Eine perfekte Pharmasperre und dadurch keine Keimansammlung durch das aseptische Design.

Sie erfüllt höchste Reinheitsstandards und ist komplett aus Edelstahl mit der Edelstahl-Werkstoff-Nr. 1.4435 gefertigt, mit einer Oberflächen-Rauigkeit innen von Ra ≤ 0,4 µm. Die Muttern mit Innengewinde sind ab 3/4 Zoll innen versilbert. Die Oberflächenbehandlung reduziert die Reibung im Schraubvorgang und ermöglicht dadurch die ordnungsgemäße Montage. Unterschiedliche Oberflächenqualitäten wie Elektropolieren und weitere werden angeboten. Die Schweißansätze sind zum Orbitalschweißen vorbereitet. Als Abmessungen stehen die DIN, ISO und INCH-Reihen zur Verfügung.

Nicht nur sauber, sondern rein

Die neue ZeroCon-Verschraubung bietet keine Möglichkeit der Ablagerungen beziehungsweise Bildung von Kulturen oder eines Bakterienfilms, ist 100 Prozent sterilisierbar und durch Materialgleichheit absolut dicht. Die Schraubverbindung besteht im Aufbau aus drei Teilen: einem Gewindestutzen, einem Einlegeteil sowie einem speziellen, metallischen Dichtring.

Der zentrische Versatz zwischen dem dichtenden Element des Dichtrings und der Dichtfläche des Anschlussstücks beträgt maximal 10 bis 25 µm. Das gewährleistet, dass bei einer CIP/SIP-Reinigung das verwendete Reinigungs- und Desinfektionsmedium alle medienberührenden Oberflächen vollständig umspült. Dadurch werden selbst die kleinsten Lebewesen wie Bakteriensporen mit einen Durchmesser von 3 µm vollständig inaktiviert.

Das Ergebnis des Bakterientests mit einem unabhängigen Institut zeigt, dass ZeroCon die Ansammlung aller Bakterien und kleinsten Lebewesen im medienberührenden Rohrinneren verhindert. Durch das aseptische Design erhält man eine perfekte Pharmasperre und hat dadurch keine Keimansammlung. Für ultrahochreine Anwendungen sind alle Anschlussstücke, Dichtringe und Muttern bei Bedarf elektropoliert und mit Reinstwasser endgespült erhältlich, um die Bedingungen im Reinstraum und mit Reinstmedien zu erfüllen.

Schwierige Bedingungen sind kein Problem

Die widerstandsfähige und dennoch feine und kompakte Verbindung ist geeignet für Anwendungen unter Hochdruck, kritischem Vakuum beziehungsweise Ultrahochvakuum und außerdem für Einsätze unter extremen Temperaturbedingungen.

Solche Prozesse sind in der Chemie-, Pharma-, Bioindustrie, Reinraumtechnik, Lebensmittelindustrie, Vakuumtechnik, Lackindustrie, Fluidtechnik, Offshore, im Anlagenbau und vielen weiteren Branchen an der Tagesordnung. Insbesondere in der Halbleiterindustrie, wo sie auch schon jetzt in Serie eingesetzt wird, findet die Verschraubung einen optimalen Einsatzbereich.

Geprüft und bestanden

Der Heliumlecktest weist im Vakuum eine absolute Dichtheit nach. Mit dem derzeitigen Stand der Messtechnik wird eine Leckrate von ≤ 10-12 mbar ermittelt. Sie ist auch im Ex-Bereich einsetzbar, ist turbulenzenfrei und bietet keine Beeinträchtigung der Strömung sowie keine Verunreinigung des Prozessmediums durch Materialausgasung. Aufgrund des durchgängigen und glatten Durchgangs im Innern ist die Verschraubung molchbar. Der Dichtring ist exakt auf die Bohrung des verwendeten Rohres angepasst.

Eine einfache und schnelle Dichtheitsprüfung (im eingebauten Zustand) wird durch speziell dafür vorgesehene Lecksuchbohrungen in der Mutter ermöglicht. Die Verdrehsicherung verhindert durch Formschlüssigkeit das Einwirken von äußeren Kräften und Momenten, es ist kein Lösen der Verbindung durch Torsionskräfte möglich.

ZeroCon ist selbstzentrierend und hat einen Endanschlag. Die Verschraubung ist im Handling sehr einfach: schnelle, einfache Installation und Demontage ohne die Gefahr von etwaigen Beschädigung durch zu hohe Anzugsdrehmomente. Es fallen keine Instandhaltungsarbeiten an. Ein leichter Umstieg auf andere Abmessungsreihen ist möglich.

Fazit

Beim renommierten Fraunhofer-Institut wurde die ZeroCon-Verbindung einer ausführlichen Qualitätsprüfung unterzogen. Mit der Qualifizierungsurkunde wurde bestätigt, dass die ZeroCon-Verbindung für den Einsatz in aspetischen Produktionen für geschlossene aseptische Rohrsysteme mit integrierten Verfahren zum Cleaning-in-Place (CIP) und Sterilization-in-Place (SIP) geeignet ist.

Die, vom Forschungsinstitut ausgegebene, Bewertung begründet sich auf die durchgängige Reinigbarkeit und Desinfizierbarkeit der Verbindung und die Erfüllung der Konzeptions- und Designempfehlungen der EHEDG, ASME BPE, ISO 14159-1, ISPE und DIN EN 1672-2.

Das Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204 ist erhältlich, da sämtliche Teile mit einer Prüfnummer gekennzeichnet sind. Die Produktion der Verschraubung erfolgt ausschließlich in Schwer-Fittings-Werken. Neben der Verschraubung mit Überwurfmutter ist auch eine Verbindung mit Flanschanschluss lieferbar. Diese eignet sich insbesondere für größere Abmessungen.

Bildergalerie

  • Schematische Darstellung der ZeroCon-Verschraubung

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