Dank hoher Geschwindigkeiten können Anwender mit Microscan auch Prozesse mit sich bewegenden Messobjekten oder sich ändernden Temperaturen thermografisch analysieren.

Bild: Infratec

Thermografie Der Blick fürs Detail

17.06.2017

Dank Microscan will Infratec das geometrische Auflösungsvermögen für die Kameraserie ImageIR deutlich erhöhen.

Konzepte zur Erhöhung der geometrischen Auflösung von Thermografiekameras gehören seit Jahren zum aktuellen Stand der Technik. Infratec geht nun nach eigener Aussage einen Schritt weiter. Mit Microscan stellt das Unternehmen eine Möglichkeit vor, erstmals das Bildformat für eine im zivilen Sektor genutzte radiometrische Thermografiekamera mit gekühltem FPA-Photonen-Detektor zu vervierfachen. Für Modelle der High-End-Kameraserie ImageIR bedeutet dies, dass sich Aufnahmen mit IR-Pixeln (5,2 Megapixel bei einer Auflösung von bis zu 2.560 × 2.048 Pixel) erstellen lassen. Anwender sollen dadurch von einer stark verbesserten Auflösung feiner Strukturen im Thermogramm profitieren.

Thermogramm aus vier Einzelaufnahmen

Hinter der Funktion verbirgt sich ein neu entwickeltes schnell rotierendes Microscan-Rad, das in der Kamera integriert ist. Es sorgt dafür, dass pro Radumdrehung vier verschiedene Einzelaufnahmen entstehen, die zueinander jeweils um ein halbes Pixel lateral versetzt sind. Diese Einzelaufnahmen werden in Echtzeit zu einem Thermogramm mit vierfachem Bildformat zusammengeführt. Jedes Pixel im Bild stellt einen echten Temperaturmesswert dar und keinen interpolierten Bildpunkt. Auf diese Weise erreicht das Thermografieren eine neue Qualität. Durch die räumliche Überabtastung des Microscan gewinnen Aufnahmen spürbar an Qualität, weil beispielsweise das Entstehen von Aliasing-Artefakten im Bild verhindert werden kann.

Neue Qualität beim Erkennen von Details

Egal, ob die Messung eher statischen oder dynamischen Charakter besitzt – die bildliche Darstellung im Thermogramm besticht laut Hersteller durch einen außergewöhnlichen Detailreichtum. Die Aufnahmen sollen extrem rauscharm sein und wollen die Messobjekte ausgesprochen fein aufgelöst zeigen. Das beweist vor allem ein Blick auf die Kantenübergänge der Objekte. Auch schräge Objektkanten oder Rundungen werden selbst beim starken Vergrößern eines Bildausschnittes per Digitalzoom exakt wiedergegeben. Mit der Nutzung von Microscan vereinfacht sich für Anwender das Auswerten und Analysieren der Thermogramme, weil auf den Aufnahmen einfach deutlich mehr Details zu erkennen sind.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel