Die IoT-Plattform MindSphere von Siemens soll in Bälde auf Microsoft Azure verfügbar sein.

Bild: Siemens

Smart Factory Offene IoT-Plattform auf Microsoft Azure

23.11.2016

Siemens plant, das offene IoT-Ecosystem MindSphere kommendes Jahr auf der Microsoft Cloud-Plattform Azure verfügbar zu machen.

MindSphere ermöglicht es Industrieunternehmen, die Leistungsfähigkeit von Anlagen durch das Erfassen und die Analyse großer Mengen von Produktionsdaten zu verbessern. Die MindSphere-Plattform und zugehörige Anwendungen sollen zukünftig auf Microsoft Azure angeboten werden.

Synergien in der Cloud

Durch die Nutzung der Public-Cloud-Dienste entfällt der Installations- und Wartungsaufwand, den eine eigene IT-Infrastruktur mit sich bringt. Zudem ermöglichen die Azure-Infrastruktur-Dienste eine skalierbare Verfügbarkeit, indem nur die tatsächlich benötigte Rechenleistung eingesetzt und abgerechnet wird. .NET-Support verringert den Aufwand für Programmierer, die neue MindSphere-Anwendungen entwickeln.

Freie Wahl bei voller Kontrolle

Unternehmen, die ihre Anwendungen in der Public Cloud entwickeln und bereitstellen möchten, sollen zukünftig zwischen Microsoft-Rechenzentren an unterschiedlichen Standorten weltweit wählen können. Mit Azure Stack sollen sie darüber hinaus Azure-Dienste im eigenen Rechenzentrum einsetzen können.

Anwender nutzen so die Skalierbarkeit und das Mangement einer Public-Cloud-Lösung, ohne auf die Kontrollmöglichkeiten eines eigenen Rechenzentrums verzichten zu müssen.

Unterstützung von .NET-Applikationen

Zusätzlich zu Java, JavaScript und Python soll MindSphere zukünftig auch .NET-Anwendungen unterstützen: .NET-Programmierer können sich bei der Entwicklung neuer MindSphere Apps von bestehende Anwendungen und Know-how zunutze machen. Das verringert den Einarbeitungs- und Programmieraufwand und ermöglicht eine schnellere Projektumsetzung.

Vielfältige Anwendungsgebiete

MindSphere ist als offenes IoT-Ecosystem konzipiert. Industrieunternehmen können sie als Basis für eigene digitale Services einsetzen, etwa im Bereich vorausschauende Instandhaltung, Energiedatenmanagement oder Ressourcenoptimierung.

Maschinen- und Anlagenbauer im Speziellen können mit der Plattform weltweit verteilte Maschinenflotten für Servicezwecke überwachen, deren Stillstandszeiten reduzieren und damit neue Geschäftsmodelle anbieten.

MindSphere ist auch die Grundlage für datenbasierte Services von Siemens, beispielsweise zur vorausschauenden Instandhaltung von Werkzeugmaschinen (Machine Tool Analytics) oder von integrierten Antriebssystemen (Drive Train Analytics).

Siemens auf der SPS IPC Drives vom 22. bis 24. November 2016 in Nürnberg:

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