Der Hauptsitz von Clariant im schweizerischen Muttenz

Bild: Clariant

Jahresbilanz 2015 Clariant verbessert Cashflow, Umsatz schwächer als 2014

22.02.2016

Clariant, weltweit agierender Spezialchemiekonzern, hat im Gesamtjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 5,807 Mrd. Schweizer Franken – im Vergleich zu 6,116 Mrd. im Jahr 2014. Dies entspricht einem Wachstum von 3 Prozent in Lokalwährungen, was vor allem auf größere Volumen zurückzuführen ist. Aufgrund der starken, negativen Währungseinflüsse kam es zu einem Umsatzrückgang von 5 Prozent in Schweizer Franken.

In Amerika konnte Clariant eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen um 19 Prozent in Lateinamerika verbuchen, in Nordamerika waren es 4 Prozent. In Europa kam es zu einem Rückgang von 1 Prozent in Lokalwährungen, was auf die schwächere Nachfrage der Endmärkte zurückzuführen ist. Die Regionen Asien/Pazifik sowie Naher Osten und Afrika verzeichneten ein geringeres Wachstum. Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik sank um 1 Prozent in Lokalwährungen. Grund hierfür war eine schwache Nachfrage in China, die durch die stärkere Nachfrage der kleineren asiatischen Märkte nicht kompensiert werden konnte. In der Region Naher Osten und Afrika kam es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einem Umsatzrückgang von 6 Prozent in Lokalwährungen.

Für den besseren Geschäftsverlauf sind vorwiegend die wachstumsstärkeren Geschäftsbereiche Care Chemicals, Catalysis und Natural Resources verantwortlich. Care Chemicals verzeichnete einen Umsatzanstieg von 4 Prozent in Lokalwährungen auf 1,445 Mrd Schweizer Franken. Der Umsatz im Geschäftsbereich Catalysis stieg um 4 Prozent in Lokalwährungen auf 704 Mio. Schweizer Franken, angetrieben durch ein starkes Wachstum bei Petrochemicals und Syngas. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Umsatzwachstum durch die Veräußerung des Energy Storage-Geschäftes im Februar 2015 beeinflusst.

Trotz der schwierigen Marktlage wuchs der Umsatz im Geschäftsbereich Natural Resources um 4 Prozent in Lokalwährungen auf 1,21 Mrd. Schweizer Franken, was hauptsächlich Oil&Mining-Services zuzuschreiben ist. Im Geschäftsbereich Plastics & Coatings stieg der Umsatz in Lokalwährungen geringfügig um 1 Prozent auf 2,44 Mrd. an, und das trotz der anspruchsvollen Lage bei Pigments, die der schwachen Nachfrage in Europa und China geschuldet ist.

Die Bruttomarge von 30,8 Prozent lag über dem Vorjahresniveau von 29,0 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren ein positiver Mixeffekt, niedrigere Rohmaterialkosten und die Reklassifizierung von Kosten auf SG&A.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel