Der Volvo XC40 Recharge kommt in einer vollelektrischen und Plug-in-Hybrid-Variante auf die Straße.

Bild: Volvo

Komponenten für weniger Fahrzeuggewicht BMS-ICs steigern Reichweite von Volvos erstem Elektro-SUV

04.03.2021

Volvo setzt in seinem rein elektrisch angetriebenen SUV XC40 Schaltungen und Audio-Lösungen von Analog Devices ein. Beide Technologien reduzieren das Gewicht des Fahrzeugs und sorgen so für mehr Reichweite.

2021 schaffte es Volvos XC40 P8 Recharge ins Halbfinale der Nactoy Awards. Diese Preise werden jährlich in den drei Kategorien „Car of the Year“, „Truck of the Year“ und „Utility Vehicle of the Year“ vergeben. Zwar konnte der Schwede letztere nicht für sich entscheiden – gewonnen hat Fords Mustang Mach-E –, doch soll der neue E-SUV technologisch trotzdem einiges zu bieten haben.

Im Fahrzeug verbaut sind unter anderem integrierte BMS-Schaltungen und der Automotive-Audio-Bus A2B von Analog Devices (ADI). Die beiden Technologien sollen die Gesamtkosten des Wagens verringern, indem sie für weniger Fahrzeuggewicht und damit höhere Reichweite sorgen.

ICs für mehr Reichweite

„Die Leistungsfähigkeit des BMS ist entscheidend dafür, dass der XC40 Recharge das an ihn geknüpfte Versprechen eines leisen, aber leistungsstarken und sicheren Fahrerlebnisses ohne CO2-Ausstoß einlösen kann“, sagt Lutz Stiegler, Solution Manager Electric Propulsion bei Volvo. Hier kommen die ICs von ADI ins Spiel. Sie verfügen laut dem Hersteller über eine branchenführende Genauigkeit über die gesamte Nutzungsdauer eines Autos, was längere Fahrstrecken pro Akkuladung ermöglicht.

Zudem lassen sich die Bausteine über die gesamte Fahrzeugflotte skalieren, von Hybridfahrzeugen bis hin zu reinen E-Modellen. Sie erfüllen dabei hohe Sicherheitsstandards und eignen sich für unterschiedliche Batteriechemien. Das umfasst auch kobaltfreie Lösungen wie Lithium-Eisenphosphat (LFP).

50 kg weniger Kabel

Die Audio-Lösungen auf Basis der A2B-Technologie und der Sharc-Audioprozessoren verbessern dabei das Hörerlebnis im SUV. Features wie immersiver Sound, Störgeräusch-Kompensation und Sprachbedienung werden zunehmend Standard, bringen in Sachen Verkabelung aber auch Herausforderungen mit sich.

ADIs Lösungen erlauben deshalb eine Verkabelung des Audiosystems mit einer latenzarmen Busarchitektur. Sie soll eine hohe Wiedergabegüte sicherstellen und bis zu 50 kg Kabel und Isolationsmaterial einsparen. Besonders vorteilhaft ist die Kombination in elektrischen Fahrzeugen, da sich hier Gewichtsersparnis direkt in höhere E-Reichweite umschlägt.

„Elektrofahrzeuge sind die Zukunft des Automobilsektors, und der Markt wächst schnell. Bis 2025 werden bereits bis zu zehn Millionen rein elektrische Fahrzeuge erwartet“, sagt Patrick Morgan, Vice President Automotive bei ADI. „Wir wollen zusammen mit unseren Mitstreitern weiterhin innovative Technologien liefern, die der Automobilindustrie den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen.“

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