Wasserstoff, CO2 und Sonnenenergie sind die Zutaten für den grünen Benzin der Zukunft.

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Power-to-Liquid Benzin aus der Luft

09.11.2016

Aus Sonnenenergie und CO2 produziert die erste mobile Pilotanlage Benzin, Diesel und Kerosin im Rahmen des Projekts Soletair, in dem die KIT-Ausgründung Ineratec mit finnischen Partnern kooperiert.

Die chemische Power-to-Liquid-Anlage besteht aus drei Komponenten, die verschiedene Forschungsinstitute beigesteuert haben:

  1. Eine Direct Air Capture-Einheit filtert das CO2 aus der Luft heraus. Diese Komponente wurde vom Technischen Forschungszentrum Finnland (VTT) entwickelt.

  2. Eine Elektrolyse-Einheit erzeugt mit Strom aus Sonnenenergie den für die Reaktion benötigten Wasserstoff. Sie stammt von der Lappeenranta University von Technology (LUT).

  3. Herzstück der Anlage ist ein chemischer Reaktor: Er wandelt den aus Sonnenenergie gewonnenen Wasserstoff und das Kohlenstoffdioxid in flüssige Treibstoffe um. Dieser Reaktor wurde am KIT entwickelt und von Ineratec zu einer marktreifen Kompaktanlage ausgebaut.

Pilotanlage geht in Betrieb

Die neue Power-to-Liquid-Anlage wird in diesem Jahr am Biorukki Piloting Center von VTT erstmalig in Betrieb genommen und soll danach 2017 auf dem Campus der LUT zum Einsatz kommen. Das Projekt Soletair läuft noch bis Mitte 2018 und wird von der Finnischen Finanzierungsagentur für Technik und Innovation (Tekes) mit einer Million Euro gefördert.

Gemeinsam für grünen Treibstoff

Das KIT, Ineratec und VTT wollen künftig im Rahmen der beiden Forschungsverbünde Energie Lab 2.0 und Neo-Carbon Energy ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Energiesystemen auf regenerativer Basis weiter ausbauen. Weitere Punkte auf der Agenda sind neue Energiespeicher sowie die Umwandlung von erneuerbaren Energien in chemische Energieträger.

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