Bild: Pentiair Südmo

Abfülltechnik Aseptisches Doppelsitzventil setzt auf P³-Manschette

16.03.2015

Im Rahmen der diesjährigen Anuga FoodTec (24.-27. March in Köln) stellt Abfüll-Spezialist Pentair Südmo sein neues aseptisches Doppelsitzventil „Secure“ vor.

Die zunehmende Beliebtheit von Verkaufsverpackungen, die aufgrund ihrer Materialeigenschaften nur kalt befüllt werden können, ist einer der Gründe für den zunehmenden Einsatz von aseptischen Produktions- und Abfüllanlagen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Gleichzeitig werden vonseiten des Handels längere Mindesthaltbarkeiten und höhere Qualitätsstandards gefordert. Eine Schlüsselposition in der aseptischen Produktionskette nehmen die verbauten Ventile ein. Sie steuern nicht nur die Produktionswege, sondern ermöglichen auch eine automatisierte CIP-Reinigung der Prozessanlage.

Eine grundlegende Anforderung an aseptische Prozessanlagen ist die hermetische Trennung der produktberührten Anlagenbereiche von der Umgebung, um die Gefahr mikrobiologischer Verunreinigungen zu eliminieren. Bei aseptischen Prozessventilen wurde die geforderte hermetische Absicherung des Spindelhubs bisher meist durch einen flexiblen PTFE- oder Metallbalg sichergestellt. Beide Materialien sind jedoch anfällig gegenüber mechanischen und thermischen Belastungen. Vor diesem Hintergrund hat Pentair Südmo die aseptische P³-Dichtungslösung entwickelt, mit der das Unternehmen bereits seit vielen Jahren seine aseptischen SVP-Select-Einsitzventile ausrüstet. Jetzt ist es gelungen, das Konzept auf den Bereich der Doppelsitzventile zu übertragen.

Die im aseptischen Doppelsitzventil Secure eingesetzte P³-Manschette erfüllt FDA- und USP-Class-VI-Vorgaben und eignet sich uneingeschränkt für aseptische Ventillösungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Das Material entspricht im Wesentlichen den Eigenschaften und Beständigkeiten eines PTFE-Werkstoffes. Demgegenüber verbessert wurde das Kaltflussverhalten. Das P³-Material ist elastisch und besitzt ein Rückstellverhalten. Es ist durchgehend homogen, flexibel und eignet sich somit für eine hohe Anzahl an Lastwechseln. Die Gefahr einer Taschen- und Rissbildung besteht nicht.

Das Dichtungsmaterial selbst zeichnet sich durch hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien, Reinigungsmitteln und Temperaturen bis 150 °C aus. Es verfügt über eine sehr gute Druckstabilität bis 10 bar dynamischer Druck. Auch eine seitliche Anströmung stellt für die Manschette keine Herausforderung dar. Das P3-Material hat darüber hinaus geringste Hafteigenschaften. Die P³-Manschette erreicht auch bei häufigen Schaltwechseln eine lange Lebensdauer.

Einsatzgebiete für Ventile mit P³-Manschetten sind beispielsweise der pasteurisierte Bereich von Molkereien, die kaltaseptische Getränkeabfüllung oder pharmazeutische Anlagen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Prozessventile zur Verarbeitung von abrasiven oder an der Atmosphäre kristallisierenden Medien wie Laktose oder Instant Coffee.

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