Bei der Herstellung von Komponenten für Armaturen und Rohre fallen Späne an, die von anhaftendem Öl befreit und abtransportiert werden müssen.

Bild: Pixabay, gefrorene_wand

Vollautomatisch und zentral gesteuert Anlage für das Handling von Spänen und Schneidöl modernisiert

26.09.2019

Bei der Stauff-Tochter Voswinkel produzieren 33 Drehautomaten Komponenten für Hydraulikarmaturen, Kupplungen und Rohrsysteme. Dabei fallen große Mengen Späne und Schneidöl an, die zentral abtransportiert und gereinigt werden müssen. Tsubaki Kabelschlepp hat die hierfür nötige Anlage nun komplett modernisiert.

In einem dreiwöchigen Modernisierungsprojekt hat die Kabelschlepp-Niederlassung in Hünsborn die Anlage für das Handling von Spänen und Schneidöl automatisiert und alle Gewerke über eine neue zentrale Steuerung vernetzt. „Wir wollten das alte System behutsam an die neuen Bedürfnisse anpassen“, erklärt Thomas Stein, Industrial Engineer bei Voswinkel. Neben mehreren neuen Förderern entschied sich das Unternehmen, auch in eine neue Bandfilteranlage zu investieren.

Ablauf des Transport- und Reinigungsprozesses

Sämtliche Späne werden im Entsorgungskonzept über eine Zentrifuge geführt, wo sie weitestgehend von anhaftendem Öl befreit werden. Anschließend fördert die Maschine die zentrifugierten Späne in die entsprechenden Späne-Container.

Das verschmutzte Schneidöl sammelt sich in einem Kratzerförderer. Dieser läuft getaktet, um eine Sedimentation zu gewährleisten und möglichst wenig Schneidöl beim Fördern zu verschleppen. Zudem wird das Schneidöl hier vorfiltriert und über eine integrierte Hebestation zur zentralen Bandfilteranlage gepumpt. Hierbei sollen ein Reinheitsgrad von 25 µm und eine Durchsatzleistung von rund 250 l/min erreicht werden.

Betriebs- und Wartungsaufwand gesunken

Die derzeit 33 Maschinen versorgt eine Ringleitung von einem Vorratstank aus. Sie stellt druckabhängig die angeforderte Schneidölmenge an jeder einzelnen Maschine zur Verfügung. Sinkt das voreingestellte Druckniveau ab, beispielsweise durch die erhöhte Schneidöl-Anforderung einer Maschine, passt sich die Fördermenge entsprechend an. Der gesamte Prozess wird zentral über die neue Steuerung geregelt und läuft vollautomatisch ab.

„Der zeitliche Aufwand für den Betrieb und die Wartung der Anlage hat sich wesentlich verringert, seitdem wir alle Bestandteile über das zentrale Terminal überwachen und steuern können“, sagt Stein.

Bildergalerie

  • Im neuen Kratzerförderer (rechts im Bild) wird bei Voswinkel das Schneidöl vorfiltriert und über eine integrierte Hebestation zur zentralen Filteranlage gepumpt.

    Bild: Tsubaki Kabelschlepp

  • Der Bandfilter reinigt das verunreinigte Schneidöl, das den Drehautomaten anschließend über ein integriertes Pumpensystem wieder zugeführt wird.

    Bild: Tsubaki Kabelschlepp

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