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Das neue Dichtsystem PSS.

Bild: SEW-Eurodrive

Neue Generation Getriebedichtung mit höherer Belastbarkeit

07.12.2017

SEW-Eurodrive stellt das neue Dichtsystem PSS vor, bei dem die Schmierung im Dichtspalt optimiert, Reibung und Verschleiß reduziert sowie die Dichtsicherheit erhöht wurden. So wird der Verschleiß an der Dichtlippe etwa um die Hälfte reduziert und die Lebensdauererwartung gegenüber herkömmlichen Systemen auf mehr als das Doppelte gesteigert.

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Antriebe in Industrieanwendungen werden immer öfter rund um die Uhr mit hoher Dynamik in wechselnden Drehrichtungen betrieben, häufig bis zu 8.000 Betriebsstunden pro Jahr. Unter diesen Belastungen ist der Radialwellen-Dichtring (RWDR) – in Bezug auf die Lebensdauer – oft das begrenzende Glied in einem Getriebemotor. Gemeinsam mit Freudenberg Sealing Technologies entwickelte SEW-Eurodrive das neue Dichtsystem PSS, bei dem die Schmierung im Dichtspalt optimiert, die Reibung und der Verschleiß reduziert sowie die Dichtsicherheit erhöht wurden.

Basierend auf den positiven Erfahrungen mit dem Kombi-Dichtsystem MSS1 von SEW-Eurodrive für die abtreibende Getriebewelle, wurde der sinusförmige Teil der Kombi-Dichtung für die motorseitige Getriebeabdichtung weiterentwickelt. Im Gegensatz zur abtreibenden Getriebewelle können auf der Motorseite die radialen Verlagerungen der Wellen vernachlässigt werden. Insofern kommt die neue motorseitige PSS-Dichtung ohne zusätzlichen „klassischen“ RWDR-Teil aus, wie es bei der vielfach bewährten Dichtung MSS1 am Abtrieb der Fall ist.

Ein sinusförmiger Kontakt

Das Funktionsprinzip des PSS basiert, wie auch bei einem klassischen RWDR, auf einer berührenden Elastomerdichtlippe. Im Unterschied zum klassischen RWDR ist der Kontakt beim PSS jedoch nicht mehr geradlinig, sondern sinusförmig. Die im Dichtspalt entstehende Wärme wird somit auf eine größere Wellenoberfläche übertragen. Dadurch wird das Elastomer thermisch deutlich weniger beansprucht und altert somit langsamer. Der sinusförmige Verlauf der Dichtlippe fördert weiterhin aktiv den Schmierstoffaustausch im Dichtkontakt, eventuelle Schmutzpartikel werden aus dem Dichtkontakt heraus-„gepumpt“, was den Verschleiß reduziert.

Das neue Dichtsystem PSS wird in einem ersten Schritt für synchrone Servomotoren der Baureihe CMP.. sowie für die mechatronischen Antriebssysteme Movigear in Kombination mit einer Auswahl an synthetischen Schmierstoffen ab dem ersten Quartal 2018 zur Verfügung stehen. In einem zweiten Schritt wird das Dichtsystem PSS auch für Asynchronmotoren verfügbar sein, ebenso wie für weitere kompatible Schmierstoffe.

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