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Bild: Grundfos

Digitalisierung per Modulkonzept Zwei neue digitale Dienstleistungen

22.11.2017

Mit den Angeboten „Grundfos Digitale Lösungen“ und „Grundfos Cloud as a Service“ möchte der Pumpenhersteller Grundfos Potenziale der Digitalisierung für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar machen.

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Das Angebot „Grundfos Digitale Lösungen“ richtet sich an Betreiber und Wartungsfirmen von Grundfos iSolutions Systemen. Hierfür wird die Hardware bereits ab Werk in die Anlagen eingebaut, und der Endnutzer kann zwischen vorkonfigurierten Online Servicemodulen wählen. „Grundfos Cloud as a Service“ richtet sich an industrielle OEM/Anlagenbauer, wobei die Hard- und Software auf Kundenanlagen adaptiert und mit Zusatz Apps abgerundet wird.

Als modulare Hardware dient ein m2m Cloudgate, welches dank verschiedener Einschubkarten an unterschiedlichste Schnittstellen (z.B. diverse Feldbusse, RS485, WIFI) von Pumpen oder übergeordneten Steuerungen von Kundenanlagen adaptiert werden kann. Über ein eingebautes GPS-Modul lässt sich ebenso der aktuelle Standort der IoT-Anlage bestimmen. Die Grundfos Cloud dient als Plattform für beide digitale Angebote und verfügt bereits in der Basis über Funktionen, wie z.B. Datenspeicherung, Datenexport, Alarmmanagement, Alarmweiterleitung, Verwaltung von Zugriffsrechten, Dokumentenmanagement und Datenanalysator.

Grundfos Digitale Systeme

Grundfos Digitale Lösungen richtet sich an Betreiber und Wartungsfirmen von Grundfos Systemen, wie z.B. Hydro MPC Druckerhöhungsanlagen. Bei diesem Konzept werden Grundfos Systeme bereits ab Werk mit einem Cloudgate und Europa-Daten-SIM Karte ausgestattet und vorkonfiguriert. Der Nutzer registriert sich einmalig und kann dann eine Vielzahl von unterschiedlichen IoT-vernetzten Grundfos Produkten anmelden und verwalten. Zur Anmeldung einer Anlage gibt er einfach die Seriennummer der Anlage ein, und sofort erscheint diese auf der Weltkarte in der Cloudplattform. Für Grundfos digitale Lösungen gibt es 5 verschiedene Module, die bereits fix und fertig vorkonfiguriert sind. Der Nutzer kann nach einer 6-monatigen kostenlosen Testphase aller Module anschließend diese individuell zusammenstellen und über eine monatliche Gebühr nutzen.

  • Modul Überwachung: Mit diesem Modul können anlagenrelevante Betriebsparameter schnell und übersichtlich in Kachelform auf dem Bildschirm platziert werden. Je nach individueller Wichtigkeit der Werte können diese in unterschiedlichen Größen dargestellt werden. Die Werte lassen sich in Skalierung und unterschiedlichen Zeitfenstern darstellen. Ebenso besteht für Möglichkeit die Daten schnell und unkompliziert zu exportieren.

  • Modul Fernbedienung: Mit dem Modul Fernbedienung können Basiseinstellungen aus der Ferne vorgenommen werden.

  • Modul Alarme und Lösungen: Treten Anomalien an der Anlage auf, gibt es zu jeder Meldung eine ausführliche Ursachenbeschreibung und eine oder mehrere Möglichkeiten, dieses Problem selbst oder durch einen Grundfos Servicetechniker zu beheben. Somit ist eine hohe Anlagenverfügbarkeit sichergestellt.

  • Modul Optimierung: Mit diesem Modul kann die Anlage anhand von realen Einsatzbedingungen und Lastprofilen optimiert werden. Diverse Energiesparfunktionen in Grundfos Steuerungen lassen sich so auf das reale Lastprofil der Anlage anpassen. Ebenso können Warnhinweise nach längerem Anlagenstillstand bei Druckerhöhungsanlagen gemeldet werden, um Stagnation und bakterielle Verkeimung zu vermeiden.

  • Modul Fehlerfrüherkennung: Mit diesem Modul lassen sich aus Anlagendaten in der Grundfos Steuerung eventuell anbahnende Probleme früh erkennen und beheben. Das Modul erkennt z.B. defekte Rückschlagventile, fehlerhafte Vorpressdrücke oder gerissene Membranen von Membrandruckbehältern.

Grundfos as a Cloud Service

Mit der gleichen Hardware und Cloudplattform, jedoch flexibleren Möglichkeiten, richtet sich dieses digitale Angebot an OEM und Anlagebauer. Im Grunde wird das Konzept „Grundfos Digitale Lösungen“ mit dem Modulkonzept auf Kundenanlagen von OEM und Anlagenbauern adaptiert und mit cleveren Zusatz Apps abgerundet. Für die genannte Zielgruppe lässt sich die Plattform in Design und Funktionsumfang anpassen, so dass diese vom OEM/Anlagenbauer über den Wiederverkäufer bis hin zum Endkunden hindurch genutzt werden kann.

Gemeinsam mit dem Kunden werden die Module für unterschiedliche geclusterte Anlagentypen einmal gemeinsam definiert. Die Cloudplattform soll dabei nicht nur als reines Datentransfertool genutzt werden, sondern sich deutlich durch einen Kundenutzen von anderen m2m Lösungen unterscheiden. Mit dem Pumpen Know-how seitens Grundfos und dem Anlagen Know-how des Kunden, lässt sich so gemeinsam in kürzester Zeit ein interessantes Geschäftsmodell für den OEM/Anlagenbauer entwickeln. Aus Erfahrung nimmt die Entwicklung eines begleitenden Geschäftsmodells die meiste Zeit in Anspruch, so dass die Nutzung einer bereits vorkonfigurierten Cloud-Geschäftsplattform dem Kunden deutliche Vorteile bietet.

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