Aktuelle Nachrichten zur Energietechnik. Vernetzt. 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Die bestehende Gasinfrastruktur, zu der auch Bohranlagen gehören, könnten bei der Energiewende gewaltig Kosten sparen.

Bild: Dirk Meußling/Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie

Studie zur Gas- und Wärmeinfrastruktur Technologieoffenheit kann Milliarden sparen

01.12.2017

Eine neue Studie zum Energiemarkt unterstreicht in zwei Zukunftsszenarien die Bedeutung von Gas- und Wärmenetzen.

Sponsored Content

Welchen Beitrag bestehende Gas- und Wärmenetze zu einer effizienten Treibhausgasminderung bis 2030 und 2050 leisten können, zeigt die neue Studie „Energiemarkt 2030 und 2050 – Der Beitrag von Gas- und Wärmeinfrastruktur zu einer effizienten CO2-Minderung“.

Die im Auftrag von EWI Energy Research & Scenarios, Gelsenwasser, Open Grid Europe und Rheinenergie erstellte Studie untersucht zwei mögliche Szenarien für eine Treibhausgasminderung entsprechend der deutschen Klimaziele bis 2030 und 2050.

  • Das Szenario Revolution unterstellt eine ordnungsrechtlich forcierte Elektrifizierung der Endenergieverbrauchssektoren, in dem Gas- und Wärmenetze zunehmend an Bedeutung verlieren.

  • Im Szenario Evolution gibt es hingegen keine ordnungsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich bestimmter Technologien, bestehende Gas- und Wärmenetze werden weiter genutzt.

Bis 2050 Kosten in Höhe von 140 Milliarden Euro sparen

Die Ergebnisse zeigen, dass es mit der vorhandenen Infrastruktur kurzfristig möglich ist, viel CO2 zu vermeiden. Dazu empfiehlt die Studie, technologieoffen zu agieren, um Deutschland und Europa eine gewisse Handlungsfreiheit offen zu halten. Die Verteilnetze für Gas und Strom sind dabei Dreh- und Angelpunkt. Die Studie stellt heraus, dass eine Nutzung der bestehenden Gas- und Wärmeinfrastruktur der sinnvollste Weg ist.

In beiden Szenarien lassen sich die Klimaziele erreichen, so eines der zentralen Ergebnisse der Studie, doch das Szenario Evolution spart bis 2050 Kosten in Höhe von rund 140 Milliarden Euro ein. Zudem bietet dieses Szenario mehr Flexibilität, auf die heute noch nicht absehbaren technologischen Entwicklungen nach 2030 kosteneffizient zu reagieren. Damit werden Lock-In-Effekte durch eine frühzeitige technologische Festlegung vermieden, wie sie im Szenario Revolution wirtschaftlich nachteilig entstehen.

Gaskraftwerke sind in jedem Fall unabdingbar

Die Studie veranschaulicht auf wissenschaftlicher Basis noch einmal, dass in beiden Szenarien Gas und Gasinfrastruktur sowie der Wärmemarkt insgesamt ein essentieller Bestandteil des zukünftigen Energiesystems sein werden. Angesichts der Verdopplung der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2030 und einer Vervierfachung bis 2050 ist der Einsatz von Gaskraftwerken für die Bereitstellung der gesicherten Leistung in jedem Szenario unabdingbar für das zukünftige Energiesystem.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel