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Bild: Arni Saeberg

Ideen für den Umgang mit CO2 Wohin mit dem Kohlendioxid?

29.11.2017

Die einen versteinern es, die anderen schicken es durch einen CT-Scanner und wieder andere machen daraus versehentlich Treibstoff – um Kohlendioxid unschädlich zu machen, lassen sich Forscher und Unternehmen einiges einfallen.

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Eigentlich wollten Adam Rondinone vom Oak Ridge National Laboratory und seine Kollegen Kohlendioxid in Brennstoff umwandeln. Stattdessen fanden die Forscher einen effizienten Weg, um aus dem Treibhausgas Ethanol herzustellen. Dazu brachten sie eine Mischung von Kohlenstoff- und Kupferpartikeln auf einer Siliziumoberfläche in Form von Nano-Spikes auf und erzeugten damit einen Katalysator. Dieser war in der Lage, Kohlendioxid ohne Umwege in Ethanol umzuwandeln.

Ab in die Röhre

Wissenschaftler an der Stanford-Universität wollen dagegen nichts dem Zufall überlassen. Anthony Kovscek, Professor an der Stanford’s School of Earth, Energy & Environmental Sciences, und seine Kollegen nutzen CT-Scanner, um neue Wege für die Speicherung von CO2 zu finden. In den Scannern beobachten sie, wie sich unter Druck stehendes Öl, Wasser oder Gas durch dünne Steinzylinder bewegt.

Was die Forscher dabei lernen, soll helfen, CO2 sicher in tiefen Gesteinsschichten einzulagern. Ihre Aufgabe besteht darin, vielversprechende Verfahren wie Enhanced Oil Recovery (EOR) – also die Injektion von Gas wie CO2 in ein Bohrloch, um Öl an die Oberfläche zu befördern – sicherer zu machen.

CO2 in Stein verwandeln

Ein Blick nach Island offenbart eine weitere Idee, CO2 in den Untergrund zu verbannen: Das Projekt Carbfix verwandelt das Klimagas in Stein und soll damit besonders sicher sein. Seit 2007 läuft das Projekt nun, das vom isländischen Energieversorger Reykjavik Energy gefördert wird. Dabei wird CO2 in Wasser gelöst und anschließend in Basaltgestein gepumpt, wo es reagiert und versteinert. Das Projekt hat gezeigt, dass es nur rund zwei Jahre dauert, bis das CO2 versteinert.

So einfach und schön das klingt, einen Haken gibt es trotzdem: Für den Vorgang ist eine große Menge an Wasser nötig. Und wer weiß, ob die Trolle in Island nicht irgendwann böse werden, wenn ihre schönen Steine von einem Klimakiller bewohnt werden.

Bildergalerie

  • Nach rund zwei Jahren wird Kohlendioxid zu Stein.

    Bild: Sandra O Snaebjornsdottir

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