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Bild: iStock, Sam Green
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Beleuchtung von Windkraftanlagen Es werde Licht im Servicelift

06.09.2017

Vom Fundament einer Windenergieanlage bis hoch zur Gondel sind es im Schnitt 100 Meter, nicht selten sogar noch mehr. Für die Wartung und Instandhaltung sind daher Servicelifte entscheidend – vor allem wenn Material und Werkzeug transportiert werden müssen. Für den sicheren Betrieb ist die Beleuchtung unerlässlich.

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In Serviceliften in Windkraftanlagen sind Beleuchtungen erforderlich, die auch bei Netzausfall eine Mindestbeleuchtung garantiert und die sichere Handhabung der manuellen Betätigung ermöglicht. Für die Beleuchtungsanlagen in einer WEA haben sich Systeme mit zentraler unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) weitgehend durchgesetzt. In Serviceliften hingegen sind Leuchten mit Einzelbatterie für die Beleuchtung und Notbeleuchtung besser geeignet.

Für die Bestimmung des Beleuchtungspegels im Servicelift können mehrere Normen in Betracht kommen: DIN EN 81-20 für Personen- und Güteraufzüge, DIN EN 50308 für Windenergieanlagen und ausländische Normen – insbesondere für Kanada und USA – sowie herstellerspezifische Vorschriften. Darin werden ganz unterschiedliche Bezugsebenen für den Beleuchtungspegel genannt: Kabinenboden, Nutzebene oder auch Bedienelemente des Steuerschrankes.

Oft wird der Kabinenboden als Bezugsebene definiert, was für das Betreten und Beladen des Fahrkorbes nachvollziehbar ist. Im Notbetrieb befinden sich die wichtigen Bedienelemente jedoch über Kopf, oft sogar über der Montageposition der Leuchten und damit im dunkelsten Teil des Fahrkorbes.

Die engen Platzverhältnisse – meist weniger als ein Quadratmeter Grundfläche – verhindern zusätzlich eine bestmögliche Lichtausbreitung und verschlechtern die Lichtnutzung in der Förderkabine.

Platznot und extreme Temperaturen

Wenn sich im Servicelift zwei Personen mit Werkzeugtaschen und Ersatzteilen befinden, wird das vorhandene Licht schnell absorbiert und die Beleuchtungswirkung reduziert. Hinzu kommt, dass die Leuchten in dem engen Raum schwer zu platzieren sind, vor allem unter der Bedingung, die Batterien der Leuchte schnell und einfach wechseln zu können. Die größte Herausforderung für den Betrieb von Leuchten mit Einzelbatterie liegt aber im weiten Betriebstemperaturbereich einer WEA, der von -40 bis +50 °C reicht. In diesem Temperaturbereich sind die Batterien nicht ohne weitere Vorkehrungen einsetzbar. Selbst in einem kleineren Temperaturbereich ist die Batteriekapazität verringert und der sichere Betrieb nicht gewährleistet.

Herkömmliche Leuchten können die Herausforderungen im Servicelift oftmals nicht bewältigen: Sie sind entweder sehr groß und daher schwierig zu platzieren, oder sie beleuchten den Fahrkorb nur ungenügend, da sie im Notbetrieb den Lichtstrom verringern und damit sinkt die Beleuchtungsstärke. Zudem sind diese Leuchten oft unhandlich, wenn die Batterie im Leuchtengehäuse eingebaut ist und im Servicefall ausgetauscht werden muss. Darüber hinaus verfügen die Leuchten nicht immer über die erforderlichen Zulassungen, insbesondere für den nordamerikanischen Markt.

Mit der Podis LED EL mit Einzelbatterie hat Wieland Electric sein Produktportfolio um eine Notleuchte erweitert, die für diese Anforderungen in einer WEA und speziell in Serviceliften geeignet ist. Diese Notleuchte ist platzsparend und bietet eine gleichmäßige Beleuchtung der Fahrkabine und des oberen Halbraumes über der Leuchte; sie gewährleistet höhere Beleuchtungsstärken, die in den nordamerikanischen Normen gefordert werden und erfüllt die notwendigen Zulassungen für den weltweiten Einsatz.

Werkzeuglos verbinden

Das Set, bestehend aus Batteriemodul Podis LED EL BAT1 und der Leuchte, ist modular aufgebaut, wodurch gerade bei geringem Platzangebot eine flexible Anbringung möglich ist. Die Leuchte mit der Steuerungselektronik und das Batteriemodul mit der erforderlichen Schutzelektronik sind in separaten Gehäusen untergebracht und werden mit RST-Steckverbindern werkzeuglos miteinander verbunden. Dies ermöglicht eine schnelle Installation und einen einfachen Austausch im Wartungsfall. In dem Batteriemodul ist eine zusätzliche Elektronik eingebaut, die die Batterie vor elektrischer Überlastung schützt und außerhalb des Betriebsbereiches vom Ausgang trennt. Mit dem Temperaturbereich von -40 bis +50 °C und Schutzklasse IP 65 ist die LED für den Einsatz in Kaltklima- und in Heißklima-WEAs sowie anderen industriellen Umgebungen geeignet. Bei niedrigen Temperaturen wird die Batterie gewärmt und sichert dadurch die Betriebsfähigkeit.

Die Podis LED EL ist mit einer horizontalen oder einer vertikalen Abstrahlrichtung erhältlich. Damit ist die Leuchte sowohl für die Wand- als auch für die Deckenmontage geeignet. Zusätzlich kann die Leuchte über einen Schalter bedient werden. Dieser kann entweder im Steuerschrank des Liftes oder in der Leuchte selbst integriert werden. Über eine Testschaltung kann die Leuchte im Notbetrieb getestet werden. Auf einer LED-Anzeige kann man den Betriebszustand der Notleuchte ablesen und den Zustand der Batterie feststellen. Bei Netzausfall wird der Abfall der Versorgungsspannung erkannt und die Leuchte schaltet in den Notbetrieb. Hier bietet sie einen Zeitpuffer von bis zu 120 Minuten. Eine eingebaute Zeitschaltung stellt dabei sicher, dass die Batterie nicht leer läuft und die verbleibende Batteriekapazität für die sofortige Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft aufgespart wird.

Die Notleuchte und das Batteriemodul wurden speziell für den langen Betriebszeitraum einer WEA entwickelt und sind mit langen Austauschzyklen besonders servicefreundlich und damit kostengünstig. Neben dem Servicelift ist die Leuchte auch für weitere spezielle Anwendungen in einer WEA einsetzbar. Durch das robuste Gehäuse und die hohe Schutzart ist sie gegen mechanische Belastung gerüstet und durch den weiten Temperaturbereich und der platzsparende Installation auch im Hub einsetzbar. Die Podis LED EL kann zudem im Turmfuß, zum Beispiel in E-Modulen und Transformationsgehäusen oder in Containern außerhalb einer WEA eingesetzt werden.

Bildergalerie

  • Die Notleuchte mit der Steuerungselektronik und das Batteriemodul mit der erforderlichen Schutzelektronik sind in separaten Gehäusen untergebracht und werden mit RST-Steckverbindern werkzeuglos miteinander verbunden.

    Bild: Wieland Electric

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