Die Top-Themen der Elektronikbranche – 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Telekom und Fraunhofer IML entwickeln gemeinsam Prototypen aus Hardware, Software und Konnektivität.

Bild: Telekom, Fraunhofer IML

Entwicklungszentrum fürs Internet der Dinge Prozesse in der Fertigungsindustrie optimieren

06.12.2017

Das erste offene IoT-Labs von Telekom und Fraunhofer IML ist ein Entwicklungszentrum, wo durch Prototyping von IoT-Lösungen für die Fertigung, Logistik und Luftfahrt Ideen visualisiert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Funktechnologie.

Sponsored Content

Die Deutsche Telekom und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund haben die „Telekom Open IoT Labs“ gegründet. Bis zu sechs Wissenschaftler des Fraunhofer IML und drei IoT-Experten der Telekom werden gemeinsam Internet-of-Things- (IoT-)Lösungen entwickeln, testen und zur Marktreife bringen. Ziel dabei ist es, Prozesse in der Fertigungsindustrie sowie Logistik- und Luftfahrtbranche zu optimieren.

Offene Forschungs- und Entwicklungseinrichtung

Die Labs sind offen für weitere interessierte Unternehmen, die gemeinsam mit Telekom und Fraunhofer anwendungsspezifische IoT-Prototypen entwickeln möchten. Mit den Telekom Open IoT Labs wird das bestehende Netzwerk aus Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Telekom um eine industrielle IoT-Komponente erweitert. Professor Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML, sagte zum Start der Telekom Open IoT Labs: „Die Labs vereinen zwei Kompetenzfelder, die für eine erfolgreiche Digitalisierung zwingend zusammengehören. Fraunhofer bringt sein umfassendes Know-how zu Hardware und Anwendungen im IoT-Umfeld ein. Die Telekom ihre Netzkompetenz sowie ihre IoT- und Cloud-Lösungen, ohne die Digitalisierung nicht möglich ist.“

Prototypen für ganzheitliche IoT-Lösungen

Im ersten Schritt gilt es gemeinsam mit interessierten Unternehmen den Bedarf an IoT-Lösungen zu identifizieren, danach die Anwendungen zu definieren und sie anschließend zu erstellen. Dafür wird das Team aus Hardware, Software und Konnektivität Prototypen entwickeln und zusammenbauen. Im Fokus stehen Lösungen für den späteren Einsatz im Massenmarkt. So wurde beispielsweise gemeinsam mit Würth Industrie Service der Prototyp eines Service-Buttons für den Bereich C-Teile-Management entwickelt. So optimiert der Service-Button beispielsweise den Nachbestellprozess von sogenannten C-Teilen wie Schrauben, Muttern und Scheiben und nutzt dafür die Technik NarrowBand IoT (NB- IoT).
„In den Telekom Open IoT Labs wollen wir keine Grundlagenforschung betreiben, sondern den Unternehmen einen konkreten Nutzen bieten, indem wir ihre Probleme mit IoT-Anwendungen lösen“, sagte Anette Bronder, Chefin des Digital- und Sicherheitsgeschäfts der Deutschen Telekom. „Alle notwendigen Technologien für IoT-Lösungen sind vorhanden. Jetzt gilt es, die Einsatzfelder zu finden, die den Unternehmen den schnellsten und nachhaltigsten Vorteil bringen.“

NB-IoT als Wegbereiter

Das Telekom-Fraunhofer-Team wird sich zunächst schwerpunktmäßig auf Lösungen auf Basis der Funktechnologie NB-IoT konzentrieren. Diese Technologie eignet sich perfekt für IoT-Anwendungen beispielsweise in der Logistik. „Die Logistikbranche hat einen starken Digitalisierungsdrang. Es gibt eine Reihe von Geschäftsprozessen, in denen die Unternehmen kurzfristig einen hohen Mehrwert durch den Einsatz von IoT-Lösungen erzielen können“, so Bronder. Unter anderem brauchen die Logistiker mehr Transparenz in der Lieferkette, um den Materialfluss in der Intralogistik sowie den Transport von Gütern über Wasser, Schiene und Straße gezielter steuern zu können.

Die Deutsche Telekom bietet NB-IoT schon in ganz Deutschland kommerziell an. Das gleiche gilt für die Niederlande, die ebenfalls über ein flächendeckendes NB- IoT Netz verfügen. In weiteren europäischen Märkten wie Österreich, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Polen und der Slowakei baut die Telekom die vorhandene Versorgung auf weitere Städte aus.

Verwandte Artikel