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Das Kamerasystem im spritzwasser- und staubdichten Gehäuse wird einfach auf den Zähler geklebt und übersetzt den fotografierten Zählerstand per OCR-Algorithmus in digitale Werte. Die Lösung eignet sich für alle gängigen Strom-, Gas- und Wasserzähler.

Bild: Fast Forward

Ablesen per Kamera Zähler digitalisieren ohne Umbau

14.10.2016

Smart Metering meets Oldschool: Auch für alte Zähler bietet der Energiedienstleister Fast Forward per Kamera eine bessere Energiedatenübersicht.

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Im Zuge des Smart-Metering-Rollouts mussten Bestandsgebäude mit analogen Zählern bisher oft mit großem Zeit- und Kostenaufwand modernisiert werden.

Der Energiedienstleister Vorarlberger Kraftwerke nutzt stattdessen eine einfachere Lösung: Die Fast Forward Energy Cam wird auf den Zähler geklebt und überträgt dann in frei wählbaren Abständen den jeweiligen Stand mittels Hochleistungskamera und Übersetzungsalgorithmus in digital verarbeitbare Werte.

Auf diese Weise wird unkompliziert und ohne Umbau die Fernablesung ermöglicht, was dem Kunden bei der Zählerstands-Dokumentation Zeit spart und das Risiko fehlerhafter Ablesungen senkt. Darüber hinaus stellt die VKW die erhobenen Daten ihren Kunden auch in einem webbasierten Energiemanagementsystem, dem VKW-Energiecockpit, zur Verfügung, so dass sie für innerbetriebliche Analysen und Effizienzmaßnahmen verwendet werden können

Mit Kamera analoge Werte im Blick

Das System der Münchner Fast Forward basiert auf einer Mini-Kamera, die samt Steuerungselektronik und Energieversorgung in einem etwa handtellergroßen, nach IP 64 geschützten Kästchen Platz findet. Dieses erstellt über die Foto-Optik und ein integriertes Blitzlicht, das auch in dunklen Kellern für eine gute Ausleuchtung sorgt, in definierten Abständen Aufnahmen des Zählerstandes.

Ein OCR-Algorithmus liest die Zahlen auf dem Foto aus und überführt sie in digitale Werte, die verschlüsselt und je nach Ausführung entweder drahtlos per Wireless M-Bus oder drahtgebunden via herkömmlichem M-Bus zur Weiterverarbeitung an ein Gateway geleitet werden.

„Wir arbeiten dabei herstellerunabhängig, weshalb die Energy Cam mit unterschiedlichen Zählertypen und Gateway-Modellen kompatibel ist“, so Fast Forward-Vorstand Christoph Ewers. „Dadurch funktionierte auch im Fall der von der VKW verwendeten RmCU-Gateways des Ingenieurbüros H. Lertes die Kommunikation sofort.“

Herr der Daten werden mit Energiecockpit

Die Vorarlberger Kraftwerke verwenden die Digitalisierungslösung vornehmlich, um den Datentransfer in großen Betrieben zu erleichtern, bei denen die Verkabelung der Zähler mit Datenloggern nicht immer möglich ist.

Mit dem VKW-Energiecockpit bietet der Energiedienstleister eine webbasierte Plattform, über die alle Daten und Energieflüsse für das eigene Unternehmen bequem abgerufen werden können. Die Informationen werden hierfür bereits aufbereitet. Daraus ergibt sich eine übersichtliche Darstellung, wo wie viel Energie verbraucht wird. Auch können diese Daten für eigene Auswertungen verwendet werden, etwa im Rahmen der Energiemanagementzertifizierung oder für die Planung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Störungen oder Defekte, wie fehlerhafte Netzgeräte oder lecke Wasserleitungen, lassen sich durch den dichteren und aktuelleren Datenbestand schneller erkennen.

Bildergalerie

  • Die Vorarlberger Kraftwerke nutzen die Energy Cam von Fast Forward zur Digitalisierung unterschiedlicher Zähler. Insbesondere Großkunden des Energiedienstleisters müssen so keine teuren Umbauten vornehmen, um eine detaillierte Verbrauchsübersicht für das Energiemanagement zu erhalten.

    Bild: Fast Forward

  • Im VKW-Energiecockpit stehen Zählerdaten in beliebiger Auflösung zur Verfügung. Hier können unter anderem aktuelle Werte abgefragt, Trends analysiert, interne Prozesse vergliche oder auch individuelle Reports erstellt werden.

    Bild: Fast Forward

  • Der Anwender kann die im VKW-Energiecockpit aufbereiteten Daten als Basis für Effizienz-Strategien nutzen.

    Bild: Fast Forward

  • Für die Installation in beengten Verhältnissen oder auf kleinen Zähleroberflächen gibt es eine kleinere Version der Digitalisierungslösung.

    Bild: Fast Forward

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