Aktuelle Nachrichten aus der Industrie wöchentlich von der Redaktion für Sie kostenfrei zusammengestellt.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Wie viel Arsen im über Kohle gekochten Reis zurückbleibt, haben Forscher mithilfe eines Materialprüfverfahrens nun untersucht.

Bild: TU Dortmund

Materialprüfverfahren gegen Arsenbelastung Wenn das Essen beim Kochen vergiftet wird

31.01.2017

Ihren Reis kochen die Menschen in der armen chinesischen Provinz Guizhou gerne über dem Holzkohlefeuer. Das Problem: Der Brennstoff dort ist extrem mit Arsen belastet - und dieser dringt in die Lebensmittel. Forscher fanden nun eine Methode, das Gift im Reis zuverlässig aufzuspüren.

Sponsored Content

Um den genauen Arsengehalt in den Lebensmitteln zu bestimmen, ohne diese zu zerstören, haben Forscher des Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund die Synchrotronstrahlungstechnik eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren aus der Materialprüfung. Dieses lässt es zu, zerstörungsfrei den Reis über dem Holzkohlefeuer zu analysieren.

Waschen allein hilft nicht gegen Arsen

Dabei stellten die Forscher fest: Die Behörden hatten unrecht mit ihrer Aufforderung, den Reis nach dem Kochen zu waschen. So sollen die Arsenrückstände entfernt werden – ein gefährlicher Trugschluss. Denn: Das Arsen gelangt während der Zubereitung problemlos in den Mehlkörper des Reises; die Schale des Korns ist kein ausreichender Schutz vor einer Arsenbelastung. Schon kleine Mengen des Elements können mit der Zeit schwere Hautveränderungen und Krebs hervorrufen.

Als erste Lösung schlagen die Forscher vor, dass die Menschen zumindest auf neuere Öfen zurückgreifen, die ihre Abluft ins Freie ableiten. In weiteren Untersuchungen sollen nun weitere Nahrungsmittel wie Mais mit der Synchrotronstrahlungstechnik untersucht werden.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel