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Kühl dank Geothermie: Anlage von Geovol klimatisiert Bürogebäude von ProSiebenSat.1 in Unterföhring.

Kühl dank Geothermie: Anlage von Geovol klimatisiert Bürogebäude von ProSiebenSat.1 in Unterföhring.

Bild: Green Engineers

Geothermie statt Strom Umweltfreundliche Klimaanlage

13.07.2015

Trotz Sommerhitze kühl durch Erdwärme: Ein TV-Konzern klimatisiert Bürogebäude nun umweltfreundlicher.

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ProSiebenSat. 1 kühlt ab sofort zwei seiner Bürogebäude in Unterföhring mit Hilfe von Erdwärme. Möglich wird dies durch eine Absorptionskältemaschine, die mit Hilfe von Wärmeenergie und einer Lösung aus Wasser und Lithiumbromid Kälte erzeugen kann – so wie es auch in gasbetriebenen Campingkühlschränken geschieht.


Das Prinzip beruht auf der Verdunstungskälte von verdampfendem Wasser und der Fähigkeit der Salzlösung, den entstandenen Wasserdampf zu absorbieren. Die Wärme treibt das Wasser wieder aus der Lösung aus, so dass der den Kreislauf von neuem beginnen kann.


Das vom Ingenieurbüro Green Engineers konzipierte Kältesystem wurde in den vergangenen Monaten von Geovol installiert, dem Betreiber der örtlichen Geothermieanlage. Es ersetzt die bisherige, mit Strom betriebene Klimaanlage. Mit einer Kälteleistung von 200 kW werden rund 4500 Quadratmeter Bürofläche versorgt. Zu Absicherung von Überlasten an sehr heißen Tagen steht eine elektrisch betriebene Klimaanlage bereit. Die Steuerung wird von der Geovol-Zentrale übernommen.

Zweite Anlage in Deutschland

Damit geht Geovol, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde Unterföhring, einen weiteren Schritt: Künftig können Geovol-Kunden nicht nur im Winter heizen, sondern im Sommer auch kühlen. Die Anlage in Unterföhring ist deutschlandweit erst die zweite ihrer Art. Zu Beginn des vergangenen Jahres haben die Stadtwerke München eine ähnliche Anlage in Betrieb genommen, die die Räumlichkeiten der Messe München kühlt.


Für ProSiebenSat.1 lohne sich der Umstieg in doppelter Hinsicht – ökologisch und finanziell: Die bisher genutzte Anlage wurde mit Strom betrieben und war damit im Betrieb recht teuer. Zudem hatte der Sender die Anlage gemietet und so zusätzliche Fixkosten zu tragen. Bereits im April dieses Jahres wurde mit Geovol die Wärmeversorgung von drei großen Gebäuden am Hauptsitz in Unterföhring vereinbart. (glan)

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