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Zuverlässige Versorgung: Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur ist mit der Qualität der Stromversorgung zufrieden.

Zuverlässige Versorgung: Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur ist mit der Qualität der Stromversorgung zufrieden.

Bild: Bundesnetzagentur / Laurence Chaperon

Versorgungsqualität Stromversorgung stabiler denn je

24.08.2015

Die Qualität der Stromversorgung war 2014 höher als in den Vorjahren – ungeachtet der Energiewende.

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Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland liegt auf konstant hohem Niveau – das meldet die Bundesnetzagentur. Im Jahr 2014 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher bei 12,28 Minuten.

„Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der systematischen Erfassung der Stromversorgungsqualität im Jahr 2006“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Einen Grund für das gute Ergebnis sieht er darin, dass es im Jahr 2014 nur wenige Extremwetterereignisse gab. Zudem ist aus seiner Sicht auch weiterhin kein maßgeblicher Einfluss der Energiewende und der steigenden dezentralen Erzeugungsleistung auf die Versorgungsqualität erkennbar.

Weniger und kürzere Störungen

Bis zum 30. April eines Jahres müssen die Betreiber der Energieversorgungsnetze der Bundesnetzagentur einen Bericht über alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen vorlegen. Darin sind Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache jeder Versorgungsunterbrechung aufzuführen, die länger als drei Minuten dauert.

Für das Jahr 2014 übermittelten 874 Netzbetreiber 173.825 Versorgungsunterbrechungen. Das bedeutet einen Rückgang um rund 5000 gegenüber dem Vorjahr. Zudem lag der Saidi-Wert (System Average Interruption Duration Index) mit 12,28 Minuten unter dem Wert von 2013 (15,32 Minuten).

Positiv wirkte sich aus, dass auch weniger Rückwirkungsstörungen auftraten, die häufig durch Wetterereignisse ausgelöst werden. Dabei handelt um Versorgungsunterbrechungen aufgrund einer Störung in einem vor- oder nachgelagerten Netz, in der Anlage eines Letztverbrauchers oder aufgrund einer Versorgungsunterbrechung bei einspeisenden Kraftwerken.

Störungen, die durch Einwirkungen Dritter – etwa durch die Berührung spannungsführender Teile oder Erd- und Baggerarbeiten verursacht werden – blieben auf den Niveau des Vorjahrs.

Genauere Statistik geplant

Angesichts der steigenden Anforderungen an die Netze - unter anderem durch die Energiewende - denkt die Bundesnetzagentur darüber nach, in Zukunft auch Versorgungsunterbrechungen von weniger als drei Minuten zu erheben. Voraussetzung dafür ist, dass die davon besonders betroffenen Netznutzer bereit sind, selbst an der Erhebung mitzuwirken und dass es gelingt, den Erhebungsaufwand hierfür begrenzt zu halten.

Weitere Informationen

Eine Übersicht über die Saidi-Werte Strom seit dem Jahr 2006 ist auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur unter veröffentlicht.

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