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In Allendorf wird mittels biologischem Verfahren aus regenerativem Strom Methan erzeugt und ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist.

In Allendorf wird mittels biologischem Verfahren aus regenerativem Strom Methan erzeugt und ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist.

Bild: Viessmann Group
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Speicherung im Gasnetz Schlüsseltechnologie für das Gelingen der Energiewende

05.03.2016

Viessmann hat die weltweit erste Power-to-Gas-Anlage eingeweiht, die ein biologisches Verfahren zur Methanisierung nutzt. Überschüssiger Strom kann aus Wind- und Sonnenenergie unabhängig von Zeitpunkt und Ort seiner Erzeugung genutzt werden.

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Die Viessmann Group, einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen, hat an ihrem Unternehmensstammsitz in Allendorf (Eder) die weltweit erste Power-to-Gas-Anlage eingeweiht, die ein biologisches Verfahren zur Methanisierung nutzt. Das über Elektrolyse und anschließende Methanisierung aus regenerativem Strom gewonnene Gas kann ohne weitere Aufbereitung ins öffentliche Gasnetz eingespeist werden. Damit kann überschüssiger Strom aus Wind- und Sonnenenergie unabhängig von Zeitpunkt und Ort seiner Erzeugung genutzt werden. Ein Bekenntnis zum Standort Deutschland sei neben der neuen Power-to-Gas-Anlage auch das geplante Forschungs- und Entwicklungszentrum, in das das Unternehmen 50 Millionen Euro investieren will, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Einweihung der Anlage.

Während in anderen Power-to-Gas-Konzepten die Methanisierung auf chemisch-katalytischem Weg erfolgt, hat das Viessmann-Gruppenunternehmen Microb-Energy ein biologisches Verfahren entwickelt, das seit einem Jahr in Allendorf zur Anwendung kommt. Unter Nutzung überschüssigen Wind- und Solarstroms wird aus Wasser mithilfe eines Elektrolyseurs Wasserstoff hergestellt. Dieser wird in einem zweiten Schritt zusammen mit Kohlendioxid aus der benachbarten Biogasanlage auf mikrobiologischem Weg in Methangas umgewandelt. Diese biologische Methanisierung zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus und ist damit ideal geeignet, fluktuierende Energie aufzunehmen. Durch die Nutzung vorhandener Biogas- und Klärgasanlagen können die Investitionen für Power-to-Gas deutlich gesenkt werden, da Transformatoren sowie Strom- und Gasnetzanschlüsse oftmals bereits vorhanden sind.

Methangas kann über lange Zeit im Gasnetz gespeichert werden, das mit seinen Rohrleitungen und Kavernen eine Speicherkapazität von mehreren Monaten hat. Dies dient der politisch gewollten Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität: Unabhängig vom Ort der Erzeugung kann das Gas zur Stromproduktion, zur Wärmeversorgung oder in Erdgasautos als klimafreundlicher Kraftstoff verwendet werden. In diesem Zusammenhang ist Viessmann eine Kooperation mit Audi eingegangen und vermarktet den Biokraftstoff an den Automobilhersteller.

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