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Wechselstromnetzanschluss: Die neue Lösung besteht aus einem Offshore-Transformatormodul, das direkt mit einer Windenergieanlage verbunden ist und als dezentrales Übertragungssystem installiert wird.

Wechselstromnetzanschluss: Die neue Lösung besteht aus einem Offshore-Transformatormodul, das direkt mit einer Windenergieanlage verbunden ist und als dezentrales Übertragungssystem installiert wird.

Bild: Siemens

Offshore-Wind Neuer Wechselstromanschluss für Windparks

13.03.2015

Siemens stellt neue Wechselstromlösung für küstennahe Windenergie-Kraftwerke vor.

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Zur EWEA-Offshore-Konferenz in Kopenhagen stellt Siemens eine Wechselstromlösung für den Anschluss von küstennahen Windenergie-Kraftwerken vor, die als Ersatz für die bisher verwendeten Umspannplattformen dient. Die neue Lösung besteht aus einem Offshore-Transformatormodul (OTM), das direkt mit einer Windenergieanlage verbunden und als dezentrales Übertragungssystem installiert wird.
Dabei können mehrere Module mit einer Nennleistung von je 250 MW miteinander verbunden werden, um bei sehr großen Windparks die erforderliche Übertragungskapazität zu erreichen. Die Lösung kann auf einem Fundament einer Windturbine separat installiert oder am Zwischenstück von Fundament und Turbinenschaft – ähnlich einem Balkon – montiert werden. Sie lässt sich an allen Windturbinentypen installieren.

Die Umspannstation für den Netzanschluss ist ein wichtiger Hebel, um die Kosten des aus Offshore-Windkraft erzeugten Stroms, wie von Siemens avisiert, bis 2020 auf weniger als 10 Eurocent pro Kilowattstunde zu drücken: Bau, Transport, Montage, Betrieb und Wartung der Plattform machen einen großen Teil der gesamten Netzanschlusskosten aus. Die neue Lösung, die um ein Drittel kleiner und leichter ist als eine konventionelle Umspannplattform, soll die Kosten um bis zu 40 Prozent senken. Sie ist klein und leicht genug, um zusammen mit einer WEA auf demselben Fundament montiert zu werden. Damit ist für Transport und Installation kein spezielles Schwerlast-Kranschiff mehr erforderlich, was weitere Kosteneinsparungen bringt. Außerdem wird somit die Montagezeit um 20 Prozent verkürzt, nicht zuletzt wegen der besseren Verfügbarkeit gewöhnlicher Installationsschiffe.

Die Beschränkung auf die wichtigsten elektrischen Bauteile und der Wegfall einer Anzahl optionaler Hilfssysteme machte diese Reduzierung von Gewicht und Platzbedarf möglich, was auch einen geringeren Wartungsaufwand mit sich bringt – es sind keine Lüfter und Dieselgeneratoren mehr notwendig. Darüber hinaus macht der Einsatz von Ester-Isolierflüssigkeiten anstelle von Mineralöl diese Lösung extrem umweltfreundlich. Ester-Isolierflüssigkeiten sind schwer entflammbar und biologisch abbaubar, was für den Einsatz auf hoher See sehr wichtig ist.

Siemens auf der EWEA-Offshore 2015 in Kopenhagen: Halle E, Stand D31

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